Tödlicher Doppelschlag
Israel: Irans Sicherheitschef bei Angriff getötet
Eine brisante Meldung aus dem Nahen Osten sorgt für neue Spannungen: Laut Israel sollen bei Angriffen in Teheran gleich zwei zentrale Figuren des iranischen Machtapparats ums Leben gekommen sein. Eine Bestätigung aus Teheran steht jedoch weiterhin aus.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz bestätigte Medienberichte, wonach der iranische Sicherheitschef Ali Larijani getötet worden sei. Laut den Nachrichtenagenturen Reuters und AP soll Larijani bei einem Luftangriff auf Teheran ums Leben gekommen sein. Zuvor hatten bereits israelische Medien berichtet, dass er Ziel einer nächtlichen Attacke gewesen sei.
Iran kündigt aber „Nachricht“ Larijanis an
Larijani galt als äußerst einflussreiche Figur innerhalb der Führung des Iran. Er war Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates und spielte damit eine zentrale Rolle in sicherheitspolitischen Fragen des Landes. Eine offizielle Bestätigung seines Todes aus Teheran gibt es bislang nicht. Iranische Staatsmedien kündigten am Vormittag jedoch an, es werde bald eine „Nachricht“ Larijanis veröffentlicht werden.
Auch Anführer von Basidsch-Miliz soll tot sein
Auch ein weiterer ranghoher Funktionär soll nach israelischen Angaben getötet worden sein: Gholamreza Soleimani, Chef der paramilitärischen Basidsch-Milizen. Die israelische Armee erklärte auf der Plattform X, Soleimani sei bei einem Angriff ums Leben gekommen, mutmaßlich ebenfalls bei einem Luftangriff auf Teheran.
Zuvor hatte es bereits entsprechende Berichte über seinen Tod gegeben. Eine Stellungnahme aus dem Iran liegt auch dazu bislang nicht vor.
Miliz für blutige Protest-Niederschlagung verantwortlich
Die Basidsch-Miliz wurde nach der Islamischen Revolution 1979 gegründet und ist Teil der Revolutionswächter. Ihr sollen mehrere Hunderttausend systemtreue Anhänger angehören. Nach Darstellung der israelischen Armee waren die Einheiten unter Soleimanis Führung für die blutige Niederschlagung von Protesten im Iran im Jänner verantwortlich.
Die Angaben aus Israel lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Sollten sie sich bestätigen, könnten die Entwicklungen die ohnehin angespannte Lage in der Region weiter verschärfen.









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