Die Steirer besiegeln nun offiziell den Vertrag zu Spitals-Kooperationen mit Oberösterreich. Er tritt mit 1. April in Kraft. Und: Für den Gesundheitsfonds Steiermark gibt es einen neuen Chef.
Wir haben ausführlich darüber berichtet: Weil das LKH Bad Aussee deutlich abgespeckt wird und etwa seine Chirurgie verliert, plant die blau-schwarze Landesregierung, steirische Patienten in Bad Ischl behandeln zu lassen. Seit Monaten liefen die Verhandlungen mit Oberösterreich, was entsprechende Spitals-Kooperationen betrifft – nun gibt es grünes Licht.
Der Vertrag ist unter Dach und Fach und tritt – so der Aufsichtsrat der OÖ Gesundheitsholding und die steirische Gesundheitsplattform ihren Sanctus geben – mit 1. April in Kraft. ÖVP-Spitalslandesrat Karlheinz Kornhäusl freut sich über diese Einigung: „Mit dieser Kooperation betreten wir Neuland! Die Versorgung endet nicht an den Landesgrenzen.“
Mit dieser Kooperation betreten wir Neuland! Die Versorgung endet nicht an den Landesgrenzen.

Karlheinz Kornhäusl
Bild: Christian Jauschowetz
Ganz anders dagegen die Reaktion aus der roten Reichshälfte: „Das Krankenhauspersonal wird übergangen, Bad Aussee geopfert, und die Steiermark begibt sich in eine fatale Abhängigkeit von einem Bundesland, das selbst am Limit ist“, betonen der steirische SPÖ-Chef Max Lercher und Peter Binder, Gesundheitssprecher der SPÖ Oberösterreich. Völlig ungeklärt sei die Mehrbelastung für das Rote Kreuz, dem Salzkammergut drohe ein „Versorgungs-Chaos“.
Die Steiermark begibt sich in eine fatale Abhängigkeit von einem Bundesland, das selbst am Limit ist.

Max Lercher
Bild: Christian Jauschowetz
Wir bleiben beim Thema: Der Gesundheitsfonds Steiermark bekommt mit Gernot Leipold einen neuen Geschäftsführer, der neben Michael Koren künftig für Planung, Finanzierung und Steuerung des Gesundheitswesens zuständig sein wird. Nominiert wurde Leipold von der ÖGK. Sein Vorgänger Bernd Leinich wiederum wird neuer Betriebsdirektor des LKH Graz.
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