Der eine kommt, der andere geht. Das beliebte Heurigenlokal „Augartl“ hat mit 10. März aufgrund zu hoher Kosten wieder seine Pforten geschlossen. Dafür eröffnete am Spitz das Lokal „Fürstlich“, das mit traditioneller Hausmannskost punkten möchte. Doch auch über diesem Lokal hängt bereits jetzt ein Damoklesschwert ...
Die Freude war groß, als im Juni des Vorjahres – nach 18 Monaten Pause – endlich wieder Leben in das beliebte Heurigenlokal „Augartl“ in Neunkirchen einzog. Viele Gäste hatten darauf gehofft, dass damit eine traditionsreiche Adresse der Stadt wieder dauerhaft geöffnet bleibt. Doch die Hoffnung währte nur kurz. Seit 10. März ist das Lokal erneut geschlossen. Auch der neue Besitzer, Alexander Drmola, musste schließlich das Handtuch werfen. Gerüchte über ein mögliches Aus kursierten bereits seit einiger Zeit, doch Drmola hatte diese lange entschieden zurückgewiesen.
„Leider rentiert es sich nicht mehr“, sagt der Heurigenwirt resigniert. Am fehlenden Zuspruch der Gäste habe es nicht gelegen – ganz im Gegenteil. „Von den Besuchern her hätte es eigentlich gepasst“, erzählt er. Doch die Kosten machten ihm einen Strich durch die Rechnung: „Miete und Gas sind plötzlich explodiert.“
Für Drmola endet damit ein Kapitel, das er sich ganz anders vorgestellt hatte. Dennoch gibt er die Hoffnung nicht auf – und ist bereits auf der Suche nach einer günstigeren Location, ebenfalls in Neunkirchen.
Neues Lokal – doch darüber hängt ein Damoklesschwert
Ganz ohne positive Nachrichten bleibt die Neunkirchner Gastronomie aber nicht. Am Neunkirchner Spitz hat mit dem „Fürstlich“ seit 9. März ein neues Lokal seine Türen geöffnet. Hier werden Gäste mit traditioneller Hausmannskost und einem reichhaltigen Frühstück verwöhnt. Betreiber Thomas Fürst führt das Lokal gemeinsam mit Günther Niedermayer.
Fürst stammt aus der bekannten Wiener Neustädter Gasthausfamilie Weidinger und bringt damit viel gastronomische Erfahrung mit. Jeden Mittwoch stehen Schnitzel in zahlreichen Variationen auf der Karte, an jedem Werktag gibt es außerdem zwei verschiedene Mittagsmenüs.
Bereits ab sieben Uhr früh ist geöffnet. „Da kann man sich dann auch schon unser Hacklerfrühstück holen“, sagt Fürst mit einem Lächeln – ein kräftiges Gulasch, serviert mit einem Hirter vom Fass. Auch die Jausenweckerl werden täglich frisch zubereitet, Fleisch und Zutaten stammen aus der Region.
„Wissen momentan nicht, wie es mit uns weitergeht“
Doch auch über dem neuen Lokal hängen bereits ein paar dunkle Wolken. Denn das „Fürstlich“ ist im Gebäude der Mediashop GmbH untergebracht – und genau dieses Unternehmen hat mittlerweile Konkurs angemeldet.
„Wir hängen gerade ziemlich in der Luft und wissen leider nicht, wie es für uns weitergeht“, sagt Fürst. Für ihn und sein Team beginnt damit eine Phase großer Unsicherheit. Informationen vonseiten der Mediashop GmbH gebe es bislang kaum. Dabei wurde bereits viel in das neue Lokal investiert – an Geld, aber vor allem an Arbeitsleistung, Engagement und Herzblut für diesen Standort.
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