Rom schlägt Alarm:
Kein Geld mehr für Migrantenrettung im Mittelmeer
Die Regierung von Ministerpräsident Matteo Renzi müsse zusätzliche Finanzierungen für den Einsatz im Mittelmeerraum auftreiben, forderte Pinotti weiter. Die Aktion "Mare Nostrum" hatte im Oktober nach zwei Schiffsunglücken mit mehr als 360 Toten begonnen. Seit Anfang dieses Jahres wurden etwa 52.000 Flüchtlinge von der italienischen Marine und von Handelsschiffen im Mittelmeer an Bord genommen.
Laut Schätzungen des Innenministeriums könnten bis Ende des Sommers über 100.000 Migranten Italiens Küste erreichen. Wegen des dramatischen Anstiegs forderte Innenminister Angelino Alfano Hilfe von der EU. Die UNO müsse an der Küste Libyens eine stärkere Rolle gegen den Migrantenstrom spielen, hieß es aus Rom.
Das Innenministerium in Rom arbeitet an einem Sonderplan zur Aufnahme der Migranten. So sollen zusätzlich 300.000 Euro aufgetrieben werden und 20.000 Betten in Schulen, Sporthallen und kirchlichen Einrichtungen organisiert werden.
UNHCR: "Migranten einfach ausgesetzt"
Erst am Dienstag hatte das Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) berichtet, das italienische Behörden Hunderte Migranten ohne Geld und Nahrung auf zwei Parkplätzen am Rande von Rom und Mailand aussetzten. In der Erklärung kritisierte das UNHCR, viele der Einwanderer seien verwirrt gewesen und hätten keine Schuhe gehabt. Die Gruppe in Rom sei schließlich in einer Einrichtung für Asylbewerber aufgenommen worden, doch die Gruppe in Mailand habe sich am Nachmittag noch immer auf dem Parkplatz befunden.
Die Flüchtlinge gehörten zu einer größeren Gruppe von 1.300 Einwanderern, die im Mittelmeer von Booten gerettet und am Montag in den süditalienischen Hafen von Taranto gebracht worden waren.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.