Streicht Zuschüsse

Die ÖGK hat kein Geld mehr für Spitalstransporte

Niederösterreich
05.03.2026 05:00

Schon ab 1. Mai will die ÖGK die Finanzierung für sogenannte „Sekundärtransporte“ streichen – ohne es den Ländern bisher angekündigt zu haben. Der „Krone“ gegenüber bestätigt die Kasse den Plan, der in Niederösterreich zuständige Landesrat geht davon aus, dass die ÖGK dann auf anderem Weg zahlen muss ...

Die ÖGK will sich mit 1. Mai an der Finanzierung der Sekundärtransporte nicht mehr beteiligen. Das bestätigt diese auf „Krone“-Anfrage. Dem Vernehmen nach hatte man dort ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, das besagt, dass die Patiententransfers zwischen Kliniken mit der Krankenanstaltenfinanzierung abgedeckt seien.

„Die ÖGK zahlt jährlich rund sechs Milliarden Euro für Spitäler bundesweit und ist damit einer der größten Nettozahler. Bisher wurden Transporte zusätzlich über uns abgerechnet, obwohl keine Verpflichtung bestand“, heißt es bei der ÖGK. Im Zuge der notwendigen Konsolidierung wolle man diese „Doppelzahlungen“ einstellen.

Alles neu macht der Mai: Die ÖGK beteiligt sich dann nicht mehr an den Kosten der Fahrten ...
Alles neu macht der Mai: Die ÖGK beteiligt sich dann nicht mehr an den Kosten der Fahrten zwischen den Spitälern.(Bild: Krone KREATIV/Barbara Gindl/APA picturedesk.com, Andi Schiel, Daniel Scharinger)

Um welche Summe es da im Land tatsächlich geht, ist schwer herauszufinden, da teilweise mit Rettungsorganisationen selbst abgerechnet wird. Aber: „2025 handelte es sich österreichweit um 47.600 Sekundärtransporte, was einem Aufwand von 9,8 Millionen Euro entspricht. In Niederösterreich haben wir rund 9000 Transporte verzeichnet“, erklärt die ÖGK.

Verantwortlicher Landesrat wurde nicht informiert
Obwohl man die Zahlungen wohl schon im Mai einstellen will, wurde der zuständige Spitalslandesrat Anton Kasser (ÖVP) bisher nicht informiert: „Wir kennen die Pläne der ÖGK nicht. Wenn sie die Einzelabrechnung der Sekundärtransporte streichen will, dann gehen wir davon aus, dass dieser Anteil auch weiterhin im Rahmen der Versorgung der Versicherten über ein anderweitiges Finanzierungsmodell abgegolten wird“, so Kasser, der darauf pocht, dass sich „jedenfalls für die Patienten nichts ändern“ werde.

Auch andere Bundesländer dürften bisher nicht über die Änderungen, die bereits im Mai schlagend werden sollen, informiert worden sein. Von der ÖGK heißt es dazu nur, dass „Länder, Krankenanstalten und Rettungsorganisationen gesondert informiert werden“.

Auf eigener Homepage nachzulesen ...
Wie die Transporte im Hintergrund finanziert würden, sei nicht entscheidend, so Kasser. Medizinisch notwendige Überstellungen von Patienten zwischen Kliniken seien wichtiger Bestandteil einer funktionierenden Gesundheitsversorgung, betont Kasser, dass mit der ÖGK-Pauschalabgeltung für Spitäler nur die Behandlung in den Spitälern gedeckt und keineswegs auch Transporte inkludiert seien. Dass die Kasse diese Transportkosten übernehme, stehe sogar in ihren eigenen Statuten und ist auch auf ihrer Homepage nachzulesen.

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