02.06.2014 09:37

"Fühle mich geehrt"

Conchita Wurst zu Gast beim Ausseer Narzissenfest

Conchita Wurst ist am Sonntag für eine Stippvisite zum 55. Ausseer Narzissenfest und damit in ihre Heimat, ins Ausseerland, gekommen. Sie gab ihren Sieges-Song "Rise Like a Phoenix" am See während des Bootskorsos zum Besten. Als Narzissenhoheit wolle sie sich nicht bewerben, antwortete Conchita auf entsprechende Fragen von Journalisten. Sie fühle sich aber geehrt, nun Teil des Narzissenfestes zu sein.

Per Hubschrauber wurde die Song-Contest-Gewinnerin kurz vor 13.30 Uhr nach Aussee geflogen, wo am Nachmittag der Bootskorso des traditionellen Blumenfestes stattfand. Zusammen mit "Life Ball"-Organisator Gery Keszler und Entourage wurde im VIP-Zelt nahe dem See gegessen. Tom Neuwirth alias Conchita Wurst fiel mit einem kurzen goldfarbenen Kleid inmitten vieler Trachtendirndl auf. Keszler zeigte sich passend zum Brauchtum in Lederhose.

Ihr einziges Ausseer Dirndl habe sie ihrer Mama geschenkt, so Wurst. Am Narzissenfest sei sie aber schon öfter gewesen, wobei die Erinnerung an das erste Blumenfest nicht so schön sei: "Ich habe mir damals den Fuß gebrochen und das Fest vom Krankenhaus-Fenster aus gesehen." Danach sei sie noch einige Mal dabei gewesen, jedoch natürlich nicht in so einem Rahmen wie heuer. Gesehen hatte sie vom Fest kurz vor dem Bootskorso noch nicht viel, aber sie wolle sich "Appetit holen".

Wassermann zu Ehren von Conchita
Eine Narzissenfigur, der "Wassermann vom Grundlsee", war von der Katholischen Jungschar Bad Aussee zu Ehren von Conchita Wurst mit langem schwarzen Haar und Bart gestaltet worden. Die Figur trug den Namen "Wurst in welchem See", zumal der Bootskorso in diesem Jahr nicht am Grundlsee, sondern am Altausseer See stattfand. "Es ehrt mich sehr", erklärte die Sängerin, als sie im Interview von "ihrer" Figur erfuhr: "Wenn man etwas so lange kennt und plötzlich ein Teil davon ist, das überwältigt mich."

Als Narzissenhoheit wolle sich Conchita Wurst nicht bewerben, denn dafür muss man ein Musikinstrument spielen können: "Das überlasse ich lieber Qualifizierteren", schmunzelte sie. In Bad Mitterndorf, ihrem Heimatort, sei sie noch nicht gewesen: "Ich freue mich für's Erste einmal, hier zu sein."

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