Schauplatz Luhansk
OSZE: Bewaffnete nahmen 4 weitere Beobachter fest
Weiterhin keine Verbindung habe man zu den seit Montag im ostukrainischen Slawjansk von Separatisten festgehaltenen vier Beobachtern. Auf Angaben von prorussischen Separatisten, wonach diese am Freitag die verschleppten Beobachter wieder auf freien Fuß gesetzt hätten, ging die OSZE nicht ein. Die angeblich freigelassenen Beobachter seien verwarnt worden, sich künftig nicht mehr ohne Voranmeldung auf dem Gebiet der selbst ernannten "Volksrepublik Lugansk" aufzuhalten, sagte Separatistenführer Alexej Tschmilenko der russischen Agentur Interfax.
Die Mitarbeiter der OSZE sollen den friedlichen Übergang zur Normalität in der Ukraine sichern. Bereits Anfang Mai war eine von Separatisten festgenommene Beobachtergruppe nach einer Woche freigelassen worden. Damals hatte sich ein russischer Unterhändler in die Bemühungen um die Freilassung der Männer eingeschaltet.
Entspannung im Gasstreit? Schulden teilweise beglichen
An einer anderen Front zeichneten sich am Freitag erste Entspannungssignale ab: Der ukrainische Gasversorger Naftogas habe 786 Millionen US-Dollar (576 Millionen Euro) an Russland überwiesen. Nach einem Treffen mit den Energieministern Russlands und der Ukraine sagte EU-Energiekommissar Günther Oettinger: "Wir haben heute noch kein abschließendes Paket, aber weitere Fortschritte erreicht." Insgesamt fordert Russland von den Nachbarn allerdings 5,2 Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro), andernfalls droht ein Lieferstopp ab Dienstag.
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