Kommissionschef
Schulz gibt sich nach Niederlage nicht geschlagen
Ausland
26.05.2014 06:45
Der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten, Martin Schulz, gibt sich auch nach seiner Niederlage bei der Europawahl nicht geschlagen. Wahlsieger Jean-Claude Juncker von den Konservativen werde versuchen, eine Mehrheit im Parlament für den Posten des Kommissionspräsidenten zu finden. "Ich werde auch versuchen, dies zu machen", sagte Schulz in der Nacht auf Montag in Brüssel.
"Ich werde auch eine Initiative ergreifen, um eine Mehrheit für mein Programm zu finden", so Schulz. Er zeigte sich gleichzeitig bereit, mit den Konservativen zu sprechen: "Falls Jean-Claude Juncker bereit sein sollte, mit uns gemeinsam gegen Steuerbetrug und Steuerflucht zu kämpfen, kann er das mit uns diskutieren."
Zuvor hatte Schulz im ZDF gesagt, dass er noch in der Wahlnacht Gespräche mit Juncker aufnehmen wolle. Zunächst solle über Inhalte gesprochen werden, "und dann schauen wir mal, wo die größten Schnittmengen sind". Ohne die Sozialdemokraten im Europaparlament werde "ganz sicher" keine Mehrheit gebildet werden können. In der ARD ergänzte Schulz: "Es wird sicher Juncker oder Schulz sein."
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