Genehmigung gekippt

Jetzt Leichtöl bei Mollner Probebohrung entdeckt

Oberösterreich
24.02.2026 11:30

Die Suche nach Öl und Gas im Jaidhaustal bei Molln brachte im Februar handfeste Ergebnisse: Das österreichisch-australische Explorationsunternehmen ADX freut sich über gefundenes Leichtöl und sieht darin einen Hinweis auf ein potenziell bedeutendes Ölvorkommen und Gaskondensat.

Nach der verordneten Sommerpause der Probebohrungen im Mollner Jaidhaustal hatte das österreichisch-australische Explorationsunternehmen ADX im Februar wieder die Arbeit aufgenommen. Nun wurden erste Ergebnisse der Bohrstelle „Welchau-1“ präsentiert: Leichtöl mit derselben Dichte wie das aus einer anderen Probe, das aus größerer Tiefe gewonnen wurde. 

Möglicherweise auch Gas
„Obwohl die Welchau-Lagerstätte sehr komplex ist, bietet es aufgrund der relativ geringen Bohrtiefen und der Nähe zu bestehender Gasinfrastruktur ein beträchtliches Potenzial für einen Onshore-Standort“, erläutert Tchacos. Die laufenden Testarbeiten würden zu einem besseren Verständnis des oberflächennahen Leichtölvorkommens und des Potenzials für tiefer liegendes Gaskondensatvorkommen beitragen.

(Bild: ADX Energy)

Potenzial wird geprüft
Die Bohrung Welchau-1 traf im März 2024 über einen 450 Meter langen Abschnitt Kohlenwasserstoffanzeichen an, der drei Karbonatlagerstätten umfasst, die seither als vielversprechend für Tests und weitere Bewertungsmaßnahmen gelten. Das dort entdeckte Potenzial an Gaskondensat und Leichtöl wird aktuell auf Volumen, Druck und Fließeigenschaften und damit Förderbarkeit geprüft.

Starker Gegenwind
Von Anfang an stieß das Projekt auf starken Gegenwind durch Umweltschützer, alleine schon aufgrund seiner direkten Nachbarschaft zum Nationalpark Kalkalpen und mehrerer Naturschutzgebiete. Der Verwaltungsgerichtshof hat eine Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts OÖ gekippt, das zuvor Beschwerden von Umweltschutzorganisationen abgewiesen hatte.

Bewilligung aktuell offen
Der Verwaltungsgerichtshof gab den Umweltorganisationen recht, dass die naturschutzrechtliche Bewilligung für die Bohrungen nicht korrekt bzw. ohne ausreichende Prüfung erfolgt sei. Die naturschutzrechtliche Bewilligung ist also aktuell wieder offen. Das Landesverwaltungsgericht OÖ muss sich erneut mit den Einwänden der Umweltschützer befassen.

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