Neue Vorsorgestudie

Sorge wegen Altersarmut: Düsterer Blick in Zukunft

Tirol
23.02.2026 12:10

Werde ich einmal genügend Pension erhalten, um leben zu können? Diese Frage hat sich wohl jeder schon mal gestellt. Zweifel und Pessimismus überwiegen. Die Ergebnisse einer aktuellen Vorsorgestudie kann man jedenfalls als Weckruf an die Politik interpretieren.

Erste Bank, Sparkassen und Wiener Städtische Versicherung haben das Marktforschungsinstitut IMAS mit einer Studie beauftragt, die Fragen zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur persönlichen Altersvorsorge nachging. Die Ergebnisse sind überaus spannend und ein Weckruf an die Politik.

Pessimismus überwiegt
Demnach erwarten in Tirol in den kommenden Monaten 62 Prozent eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der eigenen Lebensqualität. Weitere 26 Prozent rechnen damit, dass alles so bleibt, wie es bisher ist. Lediglich elf Prozent der Befragten glauben hingegen an eine Verbesserung der Situation.

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Mit 74 Prozent zweifeln knapp drei Viertel der Befragten daran, einmal eine ausreichend hohe Pension vom Staat zu erhalten.

Sonja Brandtmayer, Wiener Städtische

Noch schlimmer sieht es beim Blick auf den Ruhestand aus. „Mit 74 Prozent zweifeln knapp drei Viertel der Befragten daran, einmal eine ausreichend hohe Pension vom Staat zu erhalten“, führt Sonja Brandtmayer, Generaldirektor-Stellvertreterin der Wiener Städtischen, dazu aus.

Brandtmayer (Wiener Städtische) und Götz (Tiroler Sparkasse).
Brandtmayer (Wiener Städtische) und Götz (Tiroler Sparkasse).(Bild: Thomas Steinlechner)

Tiroler legen monatlich 225 Euro auf die Seite
Stark ausgeprägt sind auch die Sorgen vor der Altersarmut. 40 Prozent schätzen das Risiko, im Alter von Armut betroffen zu sein, als sehr hoch bzw. hoch ein. Sieben von zehn Befragten gehen deswegen davon aus, auch im Alter weiterarbeiten zu müssen.

Die beliebtesten Anlage-Formen
Wie sehen die Gegenstrategien der Tirolerinnen und Tiroler aus? Zu den bevorzugten Anlage-Formen zählen Sparkonto (57%), Lebensversicherung (38%) sowie Wertpapiere (28%). Es folgen das Bausparen und die Veranlagung in Fondssparpläne (jeweils 21%), gefolgt von Gold (16%) und Immobilien (10%).

Laut Patrick Götz, dem Vorstand der Tiroler Sparkasse, „bewegt sich der durchschnittliche Betrag, den die Menschen in die persönliche Pensionsvorsorge investieren, mit 225 Euro pro Monat auf einem hohen Niveau“. Demzufolge investieren Männer dabei mit 265 Euro pro Monat im Schnitt immer noch deutlich mehr als Frauen mit 179 Euro.

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