6,5 auf Richterskala

Beben in der Ägäis – Inselbewohner in Panik

Ausland
24.05.2014 14:02
Ein schweres Seebeben hat am Samstagvormittag die gesamte Ägäis erschüttert. Der Erdstoß war auch in Athen und Istanbul sowie in Bulgarien zu spüren. Das Beben wurde vom Institut für Geodynamik in Athen mit einer Stärke von 6,5 registriert. Tausende Menschen rannten vor allem auf den Inseln Limnos, Samothraki und Thassos in Panik auf die Straßen. Dem ersten Stoß folgten mehrere Nachbeben.

Das Zentrum des Bebens lag unter dem Meeresboden zwischen den griechischen Inseln Limnos und Samothraki im Ägäischen Meer. Etliche Fensterscheiben auf den Inseln seien zerborsten, Menschen in Panik aus ihren Häusern gerannt, berichteten Medien.

"Die ganze Insel schien hoch und runter zu gehen. Wir sind in Panik geraten", sagte der auf Limnos lebende Kardiologe Giorgos Kalogiannis. Eine Frau wurde laut den Behörden leicht verletzt ins Krankenhaus eingeliefert, an einigen Gebäuden entstand Sachschaden.

Über 250 Verletzte in der Türkei
Im Nordwesten der Türkei wiederum wurden im Zuge des Bebens mehr als 250 Menschen verletzt, viele von ihnen bei den Fluchtversuchen. Der Katastrophenschutz gab an, zahlreiche Menschen hätten panikartig ihre Häuser verlassen.  Den Angaben zufolge verursachte der Erdstoß kleinere Schäden, aber keine Verwüstungen.

Kostas Papazachos vom Seismologischen Institut der Universität der Hafenstadt Thessaloniki sagte im griechischen Fernsehen, dass es in der Region schon mehrfach Seebeben dieser Stärke gegeben habe. In das Gebiet hinein erstreckt sich die sogenannte Nordanatolische Verwerfung zwischen der Anatolischen Kontinentalplatte und der Eurasischen Platte.

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