Nach Koalitionspakt

„Mehrfach umgefallen“: Heftige Kritik an Grünen

Niederösterreich
23.02.2026 09:00

S 34, Rewe-Lager, Karmeliterhof, Vizebürgermeister-Gehalt: Hat die Öko-Partei in St. Pölten ihre „Seele“ für eine Regierungsbeteiligung verkauft? Zahlreiche ihrer Wähler behaupten zumindest genau das.

Mit S 34 und Rewe-Lager mit Vollgas in die Klimakrise, die Überdachung des Karmeliterhofs sei ein unnötiges Prestigeprojekt, die Stadt müsse sparen mit Verantwortung: Das waren einige der markigen Aussagen, die die Grünen vor der Wahl in St. Pölten getätigt hatten.

Nun ist vieles anders
Doch nun ist vieles anders. Der Karmeliterhof befindet sich im Arbeitsprogramm, bei den nächsten Beschlüsse zum Rewe-Lager werde man „schweren Herzens“ zustimmen, mit dem „ständigen Vertreter“ des Stadtchefs wurde ein neuer Posten mit Vizebürgermeister-Gehalt geschaffen. Immerhin bei der S 34 müsse sich die SPÖ gegebenenfalls eine andere Mehrheit suchen – die sie mit ÖVP und FPÖ wohl finden wird.

Mehrfache Umfaller
Kein Wunder, dass sich gerade in den Sozialen Medien grüne (Stamm-) Wähler getäuscht fühlen. „Sie sind ja gleich mehrfach umgefallen“, ist am häufigsten zu lesen.

Nun Arbeit statt Worte
Die Grünen betonen jedoch, dass das gemeinsame Programm einen Aufbruch zu einer ökologisch nachhaltigen und sozial gerechten Stadtentwicklung darstelle. Schwerpunkte seien die Begrünung des Domplatzes, der Ausbau erneuerbarer Energie und Lebensqualität für alle. Am Montag findet die konstituierende Sitzung statt. Dann kann die neue rot-grüne Stadtregierung nicht nur an Worten gemessen werden...

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