Fand sie als Baby
USA: Mädchen traf Lebensretter 18 Jahre später
"Ich war sprachlos, wusste nicht was ich sagen soll", erklärte eine zu Tränen gerührte 18-Jährige wenige Tage nach ihrer Maturafeier gegenüber dem US-Nachrichtensender ABC. "Ich konnte nicht einmal Danke sagen, ich habe ihn nur umarmt."
James wusste über ihre Geschichte bereits von ihren Adoptiveltern Bescheid. Sie hatten es ihr erzählt, als sie alt genug dafür war. "Ich habe mich immer wieder gefragt, ob ich ihn jemals treffen werde, oder ob er mich findet", verriet James.
Adoptivmutter machte sich auf die Suche nach Retter
Es kam aber doch ganz anders. James' Adoptivmutter Bonnie kannte den Namen des Retters aus Zeitungsberichten über den Vorfall im Jahr 1995 und wollte den allergrößten Wunsch ihrer Tochter zu einem besonderen Anlass erfüllen. Also versuchte Bonnie, Heflin zu finden. In einem Online-Adressbuch fand sie schließlich den richtigen Mann und lud diesen zur Abschlussfeier der Tochter ein.
Nun konnte James endlich aus erster Hand die Geschichte ihrer Rettung erfahren. Heflin war damals als Fernsehtechniker in jener Gegend in Cook County unterwegs, wo das Schicksal die beiden zusammenführte.
Heflin arbeitete damals als Fernsehtechniker und war viel mit dem Firmenwagen unterwegs. Am 4. November 1995, einem sehr frostigen Wintertag, hörte der Arbeiter über Funk die Meldung über ein auf "irgendeinem Friedhof" abgelegtes Baby. Er zögerte nicht lange und schaute gleich auf dem nahe gelegenen "Mt. Hope Cemetery" nach.
Retter ging ein zweites Mal zurück und fand Baby
"Ich hielt vor dem Friedhof an. Da war ein riesiger Pinienbaum, rund um diesen waren viele Fußabdrücke im Schnee", schilderte Heflin. Er habe aber nichts Außergewöhnliches finden können, deshalb sei er langsam wieder zu seinem Lieferwagen zurückgegangen. Aber ein komisches Gefühl habe ihn nicht losgelassen, sodass er noch einmal nachgesehen habe, so Heflin.
Plötzlich hörte Heflin tatsächlich ein leises Wimmern. "Ich dachte mir, 'Oh, das muss es sein'". Und sie war es wirklich, Skyler (von den Adoptiveltern so getauft) lag in ein Tuch gewickelt unter dem Baum. Es hing noch ein Teil der Nabelschnur an ihr, dieses sei notdürftig mit einem Schuhband abgebunden gewesen, so Heflin. Er kontaktierte den Notruf und übergab das Neugeborene an die Rettung. Das war das erste und letzte Mal, dass der 45-Jährige James sah - bis zum denkwürdigen Treffen letzten Sonntag.
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