Hunderte tote Kärpflinge trieben in einem kleinen Teich bei Gmünd (Niederösterreich). Als möglicher Grund gilt der ungewohnt kalte Winter.
Das jüngste Massensterben der Fische im Nationalpark Donau-Auen – die „Krone“ berichtete – ist noch schmerzhaft im Gedächtnis von Petrijüngern und Naturschützern. Jetzt gibt es aber neuerlich Alarm um die Fauna unter Wasser. Denn in einer Teichanlage bei Gmünd – im Neuteich – trieben jetzt Hunderte junge Karpfen an der Wasseroberfläche. Für den Züchter nicht nur ein finanzieller Schlag in die Magengrube, sondern auch seelisch schwer zu verkraften. Zumal jetzt der gesamte Ertrag für die kommende Saison gefährdet ist.
Stress und Sauerstoffmangel
Das sieht auch Niederösterreichs wohl profundester Experte, der auf Fische spezialisierte Veterinärmediziner Heinz Heistinger, mit einer Praxis in Lilienfeld, so: „Die extensive Teichwirtschaft wird nicht nur im hohen Norden des weiten Landes zusehends schwieriger, wenn ganze Schulen von Kärpflingen den Winter nicht in Ruhe überdauern können“, schildert der „Fischdoktor.“ Er spricht dabei das Eindringen der Fischotter in den Wasserlebensraum der in der kalten Jahreszeit verletzlichen Schuppentiere an.
Doch auch die Eisdicke habe eine Rolle bei dieser Ökokatastrophe gespielt. Heistinger diagnostizierend: „Es war eine Kombination von einem allgemeinen Stresssyndrom und Sauerstoffmangel, durch den heuer ungewöhnlich harten Winter.“
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