Große Sicherheitslücke

Wien: Unbekannte klettern für Video auf Häfn-Dach

Wien
18.02.2026 16:31

Auf TikTok kursieren derzeit Videos, die für Aufsehen sorgen. Offenbar ist es mehreren Personen gelungen, eine Sicherheitslücke auszunutzen und auf das Dach der Justizanstalt Wien-Josefstadt zu klettern. Das Justizministerium ist zwar informiert, hat bislang aber keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen.

Eigentlich sollte man annehmen können, dass das größte Gefängnis Österreichs eines der sichersten Orte im ganzen Land ist. Doch diese Vermutung scheint wackelig: Auf TikTok kursieren derzeit zahlreiche Videos, die auch der „Krone“ vorliegen, und das „graue Haus“ aus nächster Nähe filmen. Was steckt dahinter?

Über Baugerüst aufs Dach geklettert
Laut „Krone“-Informationen hat sich der Vorfall bereits Ende November bzw. Anfang Dezember zugetragen. Es dürfte sich dabei um vier maskierte Personen gehandelt haben, die von der Landesgerichtsstraße aus über ein Baugerüst – die Justizanstalt wird seit 2023 saniert – auf das Dach des neben der Justizanstalt gelegenen Gerichtsgebäudes kletterten. Offenbar war es nicht das einzige Mal: Ein TikTok-Account veröffentlichte über längere Zeit Videos vom Dachbereich, auf denen die Personen herumlaufen und auf die Hafträume zoomen. 

Videoaufnahmen der waghalsigen Aktion
Videoaufnahmen der waghalsigen Aktion(Bild: zVg, Krone KREATIV)
Die Unbekannten zoomten direkt auf die Häftlingszellen.
Die Unbekannten zoomten direkt auf die Häftlingszellen.(Bild: zVg, Krone KREATIV)

WEGA im Einsatz
Die Unbekannten sollen anschließend von der Spezialeinheit WEGA – vermutlich im Bereich des Besucherzentrums – vom Dach geholt worden sein. Wie ein Insider aus der Josefstadt der „Krone“ gegenüber bestätigte, befanden sich die „Kletterer“ jedoch zu keinem Zeitpunkt direkt auf dem Dach der Justizanstalt. Dieses ist nämlich aus Sicherheitsgründen durch massive Stacheldrahtrollen vom Gerichtsgebäude getrennt. 

Das Justizministerium ist auf Anfrage der „Krone“ informiert und setzt derzeit bauliche, technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen um. Die ORF-„Zeit im Bild“ betonte in einem Beitrag, dass bei solchen waghalsigen Aktionen Gegenstände ins Gefängnis geschmuggelt werden könnten. 

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