Der Kreml nimmt zunehmend Messenger-Dienste ins Visier. Nun trifft es auch Telegram – nach russischen sollen nämlich ausländische Geheimdienste die Kommunikation der eigenen Soldaten ausspionieren.
Es gebe zahlreiche Hinweise darauf, dass die Geheimdienste die Korrespondenz einsehen könnten und die so gewonnenen Informationen gegen die russische Armee eingesetzt würden, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax am Mittwoch Digitalminister Maksud Schadajew.
Telegram zählt zu den beliebtesten Apps in Russland und wird auch von den in der Ukraine kämpfenden Truppen intensiv genutzt. Allerdings steht der Messenger-Dienst unter wachsendem Druck russischer Behörden, die den Betreibern vorwerfen, verbotene Inhalte nicht zu löschen. Die Medienaufsicht Roskomnadzor hatte erklärt, die Geschwindigkeit von Telegram zu drosseln, da der Dienst gegen russische Gesetze verstoße.
Die russische Regierung hatte in der vergangenen Woche bestätigt, dass WhatsApp vollständig blockiert wurde. Der zum US-Konzern Meta gehörende Kurznachrichtendienst habe lokale Gesetze missachtet. Stattdessen empfahl die Regierung den staatlich geförderten Messenger „MAX“. Kritiker bezeichnen diesen als Überwachungsinstrument, was die russischen Behörden zurückweisen.
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