Bis zu 1000 Mal soll der Name von Kronprinzessin Mette-Marit in den kürzlich offengelegten Epstein-Files genannt werden. Und obwohl sich die Ehefrau von Kronprinz Haakon bereits „zutiefst“ für ihre Verbindung zum verurteilten Sexualstraftäter entschuldigt hat, reicht dies Epstein-Opfer Marina Lacerda nicht. Sie richtete sich im norwegischen TV jetzt mit einer klaren Botschaft an die 52-Jährige!
Es sind harte Zeiten für die norwegische Königsfamilie: Denn nicht nur, dass sich Mette-Marits Sohn Marius Borg Hoiby momentan im Vergewaltigungsprozess schweren Vorwürfen stellen muss, steht nun auch die Kronprinzessin selbst in ihrer Heimat in der Kritik.
Der Grund: Kürzlich wurde bekannt, dass die heute 52-Jährige nicht nur vertraute E-Mails mit Jeffrey Epstein ausgetauscht hat. 2013 wohnte die Norwegerin auch mehrere Tage in seiner Villa in Palm Beach.
Sie bedauere „zutiefst“, überhaupt Kontakt zu Epstein gehabt zu haben, schrieb Mette-Marit nach den Enthüllungen in dem Statement, rückblickend finde sie dies „einfach nur peinlich“.
„Hätte auch ihr eigenes Kind sein können“
Im norwegischen TV-Sender NRK1 sprach nun Marina Lacerda, eines der Opfer von Jeffrey Epstein, über ihre schlimmen Erfahrungen. Und ging dabei auch mit Mette-Marit hart ins Gericht. Dass die Kronprinzessin, wie auch andere, Umgang mit Epstein hatte, finde sie „abscheulich“, erklärte sie.
Die wichtigste Frage sei aber, warum die norwegische Kronprinzessin noch Kontakt mit dem US-Milliardär hatte, obwohl bereits bekannt war, dass er wegen Sexualstraftaten verurteilt war, unterstrich Lacerda. Denn spätestens seit seiner Verurteilung im Jahr 2008 hätte es dafür keine Entschuldigung mehr gegeben.
Noch unfassbarer sei aber, dass Mette-Marit selbst auch schon Mutter war, als sie mit Epstein intime E-Mails austauschte, so die heute 37-Jährige, die dem US-Milliardär mit 14 Jahren zum ersten Mal begegnet war. „Es hätte auch ihr eigenes Kind sein können“, klagte Lacerda an.
„Entschuldigung wäre schön gewesen“
Auch, dass sich Mette-Marit bis heute nicht ausführlich zum Thema geäußert habe, kritisierte sie. Sie sei nämlich nicht nur Mutter, sondern auch Kronprinzessin und somit eine Frau, die die Macht habe, mit ihrer Stimme die Welt zu verändern. Daher müsse sie auch für ihre Taten geradestehen.
„Das ist der erste Schritt: Verantwortung dafür zu übernehmen, dass sie Gespräche mit ihm hatte, mit ihm geflirtet hat, auch nachdem sie ihn gegoogelt und herausgefunden hat, dass die Dinge nicht gut für ihn aussahen“, so das Epstein-Opfer.
Was sie sich von der norwegischen Kronprinzessin wünschte, wurde Lacerda gefragt. „Eine Entschuldigung wäre schön gewesen. Dass sie die Wahrheit zugibt und sich entschuldigt.“ Denn obwohl sich Mette-Marit Anfang Februar von Epstein distanzierte und sich für die Situation entschuldigte, „in die ich das Königshaus gebracht habe“, richtete sie sich in ihrem Statement aber nicht an die Opfer des Sexualstraftäters.
„Wir müssen nicht nur an die Überlebenden denken, sondern auch an die Kinder, die daraus erwachsen werden“, unterstrich Lacerda, dass die Dimensionen des Falls weit größer seien. „Was wäre, wenn es ihre Tochter gewesen wäre? Oder ihr Sohn? Dann hätte sie für die Wahrheit gekämpft und dafür gesorgt, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.“
Mette-Marit ist „zutiefst erschüttert“
Die Kronprinzessin reagierte schließlich in einer Stellungnahme an den TV-Sender auf die Vorwürfe von Lacerda. „Ich bin zutiefst erschüttert von den Geschichten der vielen Opfer von Epstein und stehe voll und ganz hinter ihnen. Es ist wichtig, dass ihre Stimmen gehört werden. Als Frau und Mutter unterstütze ich sie“, erklärte die Kronprinzessin.
Und weiter: „Jeffrey Epstein trägt die Verantwortung für seine Taten. Ich muss die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich Epsteins Hintergrund nicht gründlicher geprüft und nicht schnell genug erkannt habe, was für ein Mensch er war. Das bedauere ich zutiefst.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.