Jahrelanger Kontakt

Mette-Marit schrieb intime E-Mails an Epstein

Royals
02.02.2026 15:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Am Dienstag startet der Prozess gegen Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby. Doch auch Kronprinzessin selbst geriet zuletzt in die Bredouille. Der Grund: ihr Kontakt zu Jeffrey Epstein. Wie bekannt wurde, war dieser nämlich intensiver und länger als bisher angenommen.

Am Wochenende bestätigte Kronprinzessin Mette-Marit, Kontakt mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gehabt und Gefälligkeiten von ihm angenommen zu haben. Und gab zu, im Jahr 2013 sogar mehrere Tage in Epsteins Villa in Palm Beach gewohnt zu haben. Zu einem Zeitpunkt, als sie schon zwölf Jahre mit Kronprinz Haakon verheiratet war.

Mette-Marit bedauerte Kontakt „zutiefst“
Sie bedauere „zutiefst“, überhaupt Kontakt zu Epstein gehabt zu haben, schrieb in dem Statement, rückblickend finde sie dies „einfach nur peinlich“.

Epstein brachte Mette-Marit 2013 vier Tage in seiner Villa in Palm Beach unter.
Epstein brachte Mette-Marit 2013 vier Tage in seiner Villa in Palm Beach unter.(Bild: APA-Images / REUTERS / Marco Bello)

Wie eng und wie intim der Kontakt zwischen der heute 52-Jährigen und dem 2019 verstorbenen Milliardär aber wirklich war, darüber geben unter anderem Ausschnitte aus dem Mailverkehr zwischen Mette-Marit und Epstein Einblick.

„You tickle my brain“
Bis zu 1000 Mal soll der Name von Mette-Marit laut der norwegischen Zeitung „Verdens Gang“ in den freigegebenen Akten des US-Justizdepartments auftauchen. Der Ton in vielen der Nachrichten: vertraut, fast schon intim.

„You tickle my brain“, also „Du kitzelst meinen Verstand“, schrieb Mette-Marit demnach etwa an Epstein. Doch nicht nur das freundschaftliche Necken zwischen der Kronprinzessin und dem verurteilten Sexualstraftäter sorgt in Norwegen für Wirbel.

Kronprinzessin googelte Epstein
Auch der Umstand, dass Mette-Marit in dem Mailverkehr aus dem Jahr 2011 darüber schrieb, dass sie Epstein „nach der letzten Mail“ gegoogelt habe. Und hinzufügte: „Stimme zu, es sah nicht allzu gut aus :-).“ Den Kontakt zu dem bereits 2008 in den USA wegen Anstiftung zur Prostitution Minderjähriger schuldig gesprochenen Epstein brach die Kronprinzessin danach aber trotzdem nicht ab.

Mette-Marit fragte Epstein unter anderem, ob es „unangemessen“ sei, ihrem Sohn Bilder von ...
Mette-Marit fragte Epstein unter anderem, ob es „unangemessen“ sei, ihrem Sohn Bilder von nackten Frauen für den Bildschirmhintergrund seines Handys vorzuschlagen.(Bild: APA-Images / Action Press / Stella)

So gibt es etwa weitere E-Mail-Nachrichten von Mette-Marit an Epstein aus dem Jahr 2012. Im November fragte sie den Milliardär, ob es denn „unangemessen“ sei, ihrem damals 15-jährigen Sohn „zwei nackte Frauen, die ein Surfbrett tragen“ als Bildschirmhintergrund für sein Handy vorzuschlagen. Die Antwort von Epstein kam prompt: Der Sohn solle selbst entscheiden, Mette-Marit solle sich als Mutter „da raushalten“. 

Paris „gut für Ehebruch“
Ebenfalls 2012 erzählte Epstein der Kronprinzessin, er sei in Paris „auf der Jagd nach einer Ehefrau“. Mette-Marit reagierte keck, schrieb, die Stadt sei „gut für Ehebruch“, räumte aber ein, „dass die Skandinavier bessere Frauen“ hervorbrächten.

In noch einer weiteren Nachricht bedankte sich Mette-Marit bei Epstein für Blumen, die sie offenbar von dem Milliardär erhalten hatte. Epstein sei „such a sweetheart“, schwärmte die Kronprinzessin in dem Dankesschreiben, das sie mit dem Gruß „Love, Mm“ schloss. 

Mette-Marit „bedauert“ Kontakt zu Epstein 
„Jeffrey Epstein ist für seine Taten verantwortlich. Ich muss jedoch die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich seinen Hintergrund nicht gründlicher geprüft und nicht früher erkannt habe, was für ein Mensch er war“, erklärte die Kronprinzessin am Wochenende in ihrem Statement. „Ich bedauere das zutiefst. Ich habe schlechtes Urteilsvermögen bewiesen und bedaure jeden Kontakt zu Epstein. Es ist einfach nur peinlich.“

Mette-Marit sprach den Opfern von Jeffrey Epstein in ihrem Statement ihr Mitgefühl aus.
Mette-Marit sprach den Opfern von Jeffrey Epstein in ihrem Statement ihr Mitgefühl aus.(Bild: AFP/LISE ASERUD)

Auch der Palast bestätigte zudem offiziell, dass Mette‑Marit im Jänner 2013 vier Tage mit einer Freundin in Epsteins Residenz in Palm Beach verbracht hat. Während dieses Besuchs habe sie Epstein auch getroffen. Auf der Privatinsel des Multimillionärs, Little Saint James, habe sie sich allerdings nie aufgehalten.

„Tiefes Mitgefühl“ für Opfer von Epstein
In ihrem Statement betonte die Kronprinzessin zudem, sie hätte niemals Kontakt zu Epstein aufgenommen, wenn sie von seinen kriminellen Handlungen gewusst hätte. Zugleich sprach sie den Opfern des Missbrauchs ihre Solidarität aus. „Ich möchte den Opfern von Jeffrey Epstein mein tiefes Mitgefühl aussprechen“, sagte sie gegenüber „VG“.

Schon vor einigen Jahren wurde bekannt, dass Mette-Marit Kontakt zu dem 2019 in Haft gestorbenen Sexualstraftäter hatte. „Ich hätte niemals etwas mit Epstein zu tun gehabt, wenn mir die Schwere seiner Verbrechen bewusst gewesen wäre“, sagte sie damals der norwegischen Zeitung „Dagens Næringsliv“. Demnach traf Mette-Marit den Geschäftsmann 2011 und 2013 mehrfach in den USA und in Oslo. Zu der Zeit lag bereits ein Schuldspruch und eine abgesessene Haft wegen Missbrauchs hinter ihm.

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