In Linzer Wohnsiedlung

Prostituierte verkehrte neben Kinder-Beistellbett

Oberösterreich
18.02.2026 12:08

Was sich hinter der Tür einer Wohnung in Linz-Kleinmünchen abgespielt haben soll, wirkt auf den ersten Blick unscheinbar – und entpuppt sich bei näherem Hinsehen als erschütternder Fall illegaler Prostitution mitten in einem Wohnhaus. Immer wieder sollen fremde Männer das Mietobjekt betreten und kurz darauf wieder verlassen haben. Eine Nachbarin wurde misstrauisch – und erstattete Anzeige.

Ihre Beobachtungen setzten Ermittlungen in Gang, die in einem koordinierten Zugriff des städtischen Erhebungsdienstes und des Kriminalreferats des Stadtpolizeikommandos Linz mündeten. Zusätzlich war im Internet ein Inserat entdeckt worden, das auf sexuelle Dienstleistungen hindeutete.

Sexuelle Handlungen im Beisein der Kinder
Als die Einsatzkräfte die Wohnung betraten, trafen sie dort drei Erwachsene sowie drei Minderjährige im Alter von fünf, 13 und 17 Jahren an. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen sollen sexuelle Handlungen in Anwesenheit der Kinder durchgeführt worden sein.

In unmittelbarer Nähe des Kinder-Beistellbettes
Wie aus Ermittlerkreisen bekannt wurde, lebte die mutmaßlich illegal tätige Prostituierte gemeinsam mit ihren drei Kindern in der Wohnung. Ihre Kunden soll sie in unmittelbarer Nähe eines Kinder-Zustellbettes empfangen haben.

Wie hier auf diesem Symbolbild empfing die Frau Kunden in ihren eigenen vier Wänden – offenbar ...
Wie hier auf diesem Symbolbild empfing die Frau Kunden in ihren eigenen vier Wänden – offenbar im Beisein ihrer Kinder.(Bild: nsnedza@gmail.com)

Die räumliche Enge und die Nähe zum Alltag der Minderjährigen verleihen dem Fall eine besondere Schwere – nicht nur strafrechtlich, sondern auch menschlich. Die Kinder- und Jugendhilfe war bereits beim Zugriff eingebunden und leitete umgehend Maßnahmen zum Schutz der Minderjährigen ein. Die weiteren Ermittlungen laufen.

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Ziel ist es, alle strafrechtlich relevanten Aspekte umfassend aufzuklären und mögliche Hintergründe sowie Verantwortlichkeit lückenlos zu prüfen.

FP-Sicherheitsstadtrat Michael Raml

„Relevante Aspekte umfassend aufklären“
FP-Sicherheitsstadtrat Michael Raml äußerte sich in der offiziellen Aussendung deutlich: „Die weiteren Ermittlungen laufen. Ziel ist es, alle strafrechtlich relevanten Aspekte umfassend aufzuklären und mögliche Hintergründe sowie Verantwortlichkeiten lückenlos zu prüfen.“ Weiter meint er: „Solche Kontrollen sind notwendig, damit gerade solche erschütternden Fälle ausnahmslos ans Licht gebracht und aufgeklärt werden können. Wenn Minderjährige betroffen sind, ist für uns klar: Der Schutz von Kindern steht an erster Stelle. Hier darf es keinerlei Toleranz geben.“

47 illegale Bordelle im Vorjahr ausgeforscht
Dass es sich bei dem nun bekannt gewordenen Fall nicht um eine isolierte Erscheinung handelt, zeigt ein Blick auf die Statistik. Auf „Krone“-Anfrage erklärte der städtische Erhebungsdienst: „Im Vorjahr wurden 47 illegale Bordelle in Linz ausgeforscht und geschlossen.“

Die Stadt verweist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung von Hinweisen aus der Bevölkerung. Verdachtsmomente können sowohl der Polizei als auch dem Bürgerservice gemeldet werden.

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