Neue Ära angebrochen
Absolute Mehrheit für Opposition in Indien
Die weltgrößte Demokratie steht mit dem Sieg des Bündnisses von Narendra Modi (Bild) vor einer neuen Ära. Die bisher regierende Kongresspartei der Nehru-Gandhi-Familie, die die Geschicke der Atommacht seit der Unabhängigkeit 1947 die meiste Zeit lenkte, muss eine Niederlage bisher ungekannten Ausmaßes hinnehmen.
Kongresspartei geviertelt
Die altehrwürdige Partei wird nach Angaben der Wahlkommission nur etwa 44 Wahlkreise für sich erobern - nicht einmal ein Viertel ihrer bisherigen Sitze. Die Verantwortlichen haben bereits ihre Niederlage eingeräumt. "Wir akzeptieren das Ergebnis und sind bereit, in die Opposition zu gehen", sagte Parteisprecher Rajeev Shukla.
BJP-Spitzenkandidat Modi hatte bereits im Vorfeld angedeutet, dass er für die künftige Regierung eine breite Koalition schmieden will. "Modi hat dem Volk den Mond und die Sterne versprochen", so Konkurrent Shukla. "Die Menschen haben ihm diesen Traum abgekauft."
Weltweit größte Wahl aller Zeiten
Insgesamt hatte in den vergangenen Wochen mehr als eine halbe Milliarde Inder abgestimmt, 815 Millionen waren wahlberechtigt. Es war damit die größte Wahl der Menschheitsgeschichte. Die Wahlbeteiligung war mit 66 Prozent so hoch wie nie zuvor in Indien.
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