200-Mio.-Sparprogramm

Kahlschlag: ams-Osram streicht weltweit 2000 Jobs

Steiermark
10.02.2026 08:41
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Der steirisch-deutsche Chip- und Sensorhersteller ams-Osram hat das Geschäftsjahr 2025 erneut mit roten Zahlen abgeschlossen, den Verlust aber eingedämmt. Gleichzeitig kündigte der Konzern am Dienstag ein neues, brutales Sparprogramm an: Nicht weniger als 2000 Beschäftigte sollen weltweit betroffen sein.

Unter dem Titel „Simplify“ sollen bis 2028 weitere 200 Millionen Euro eingespart werden. Die Hälfte der davon erfassten Arbeitskräfte sollen in Europa angesiedelt sein. Österreich sei aber nicht betroffen, wie ein Sprecher versicherte. Insgesamt beschäftigt der Konzern weltweit rund 20.000 Menschen.

Der Sitz von ams-Osram in Premstätten bei Graz
Der Sitz von ams-Osram in Premstätten bei Graz(Bild: APA/ERWIN SCHERIAU)

Jahresverlust von 785 auf 129 Millionen Euro eingegrenzt
Unter dem Strich stand 2025 ein Nettoverlust von 129 Millionen Euro, nach einem Fehlbetrag von 785 Millionen im Jahr davor. Der Umsatz ging im Jahresvergleich leicht um drei Prozent auf 3,32 Milliarden Euro zurück, was das Unternehmen unter anderem mit dem schwächeren US-Dollar und dem Auslaufen von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten begründete. Operativ lief es besser: Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um sechs Prozent auf 608 Millionen Euro, die entsprechende Marge kletterte auf 18,3 Prozent. Im vierten Quartal 2025 übertraf ams-Osram mit einem Umsatz von 874 Millionen Euro die Mitte der eigenen Prognosespanne.

Sparziele erreicht, Erwartungen dennoch gedämpft
Vorstandschef Aldo Kamper sieht das bisherige Sanierungsprogramm „Reestablish the Base“ als erfolgreich an. Die angepeilten Einsparungen von jährlich 220 Millionen Euro seien ein Jahr früher als geplant erreicht worden. Mit dem neuen Programm „Simplify“ will sich der Konzern nun auf seine Zukunft als „Digital Photonics Powerhouse“ fokussieren. Die Verschuldung konnte unter anderem durch die jüngsten Verkäufe von Unternehmensteilen an Infineon und Ushio gesenkt werden.

Vorstandschef Aldo Kamper
Vorstandschef Aldo Kamper(Bild: ams-Osram)

Für das erste Quartal 2026 dämpft das Management die Erwartungen. Aufgrund saisonaler Effekte und der Verkäufe von Unternehmensteilen wird mit einem Umsatzrückgang auf 710 bis 810 Millionen Euro gerechnet. Mittelfristig peilt ams-Osram im Halbleitergeschäft wieder ein einstelliges Wachstum und Margen von über 25 Prozent an.

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