230 Kräfte betroffen

Details zum Deal zwischen Infineon und ams-Osram

Steiermark
04.02.2026 08:37
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Wie am Dienstagabend bekannt wurde, muss der steirische Chip- und Sensorhersteller ams-Osram einen Geschäftsbereich aufgeben, um Schulden abzubauen. Der deutsche Konzern Infineon schlägt zu und informiert in einer Pressekonferenz am Mittwoch über erste Details. Auch ams-Osram gibt weitere Schritte bekannt.

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Nachdem am Dienstagabend der Deal zwischen Infineon und ams-Osram öffentlich wurde, informierten beide Konzerne Mittwochvormittag über die geplanten weiteren Schritte. Insgesamt sollen 230 der weltweiten Mitarbeiter von ams-Osram zu Infineon wechseln. 70 davon werden vom Standort in Premstätten abgezogen und bekommen einen neuen Arbeitsplatz bei Infineon in Graz.

Infineon-Geschäftsführer Jochen Hanebeck: „Wir freuen uns, die Mitarbeiter bald als unsere Kollegen begrüßen zu dürfen. Für uns ist es ein gelungener Start in das Geschäftsjahr 2026.“ Der Prozess soll im zweiten Quartal des aktuellen Kalenderjahres abgeschlossen sein. „Wir haben eine Akquisition von 570 Millionen Euro bei ams-Osram getätigt.“

Künstliche Intelligenz als großer Hoffnungsmarkt
„Bei KI-bezogenen Anwendungen erleben wir ein rasantes Wachstum“, sagt Hanebeck, „weshalb wir den Bereich Sensoren weiter ausbauen.“ Der angekaufte Geschäftsbereich beinhaltet die medizinische Bildgebung sowie die Sparten Automobil und Industrie. Auch humanoide Robotik fällt in dieses Feld. Es gibt ein „mehrjähriges Lieferabkommen mit ams-Osram“.

Infineon hat seinen Hauptsitz in Neubiberg, München.
Infineon hat seinen Hauptsitz in Neubiberg, München.(Bild: AFP/MICHAELA STACHE)

Im ersten Quartal 2026 erwartet Infineon einen Gesamtumsatz von über 3,6 Milliarden Euro. Während das Geschäft im Bereich Automotive deutlich zurückging, setzt man große Hoffnungen in die KI-Branche. 2,7 Milliarden Euro werden für den Ausbau der Stromversorgungen für KI-Rechenzentren in die Hand genommen und 2,5 Milliarden Euro Umsatz in dem Bereich im Geschäftsjahr 2027 erwartet – in den nächsten drei Jahren soll dieser Wert verzehnfacht werden.

„Entscheidender Schritt gegen Verschuldung“
Auch ams-Osram informierte etwas später am Mittwochvormittag über die geplanten Umstrukturierungen in einer Pressekonferenz. Seit 2023 stelle man sich neu auf und lege den Fokus auf das Wachstum im Halbleitergeschäft. Hierfür werde nun das Geschäft mit den nicht-optischen Sensoren verkauft. 230 Mitarbeiter wandern an den deutschen Konzern, sämtliches Equipment bleibt aber an den ams-Standorten.

Vorstandsvorsitzender Aldo Kamper: „Der Verkauf dieses Geschäftsbereichs ist ein entscheidender Schritt gegen unsere Verschuldung. Es verschafft uns neuen Handlungsspielraum – sowohl finanziell als auch strategisch.“ Indem sieben Prozent des Geschäfts an Infineon abgegeben werden, würde ein Drittel der Nettoverschuldung sinken.

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