Im August vergangenen Jahres soll ein 64-Jähriger in der Obersteiermark seine Gattin (61) mit 35 Messerstichen ums Leben gebracht haben. Er ist geständig und wird demnächst vor einem Geschworenengericht stehen.
Zutiefst erschüttert hat diese Bluttat Ende August 2025 in Leoben-Donawitz: Weil eine 61-jährige gebürtige Serbin nicht zur Arbeit erschienen war, schlugen ihre Kollegen Alarm – denn das sah der als verlässlich geltenden Frau alles andere als ähnlich. Eine Polizeistreife rückte zum Wohnort der Angestellten aus und machte eine fürchterliche Entdeckung: Im Innenhof des Bungalows stand ihr blutverschmierter Ehemann (64), in unmittelbarer Nähe entdeckten sie ein ebenso mit Blut verschmiertes Messer. Der 64-Jährige mit montenegrinischen Wurzeln ließ sich ohne Widerstand festnehmen.
Dass etwas Schreckliches passiert sein musste, lag somit auf der Hand. Im Haus offenbarte sich den Beamten schließlich ein Blutbad: Dort lag seine Frau, die er zuvor mit 35 Messerstichen in den Oberkörper und ins Gesicht getötet hatte, wie er in den Einvernahmen gestehen sollte.
Einweisung beantragt
Die Staatsanwaltschaft Leoben verhängte die Untersuchungshaft über den Mann. Ein psychiatrisches Gutachten stand vorerst nicht im Raum. Doch mit der Zeit ergaben sich Hinweise, dass er möglicherweise unter einer psychischen Störung leiden dürfte. Und tatsächlich stellte der Gutachter fest, dass der 64-Jährige zum Tatzeitpunkt an einer Psychose gelitten haben dürfte und somit nicht zurechnungsfähig war. Die Behörden wandelten daraufhin die Untersuchungshaft in eine Unterbringung um.
Mittlerweile ist auch klar, dass am 23. Februar ein Geschworenengericht über die Zukunft des Mannes entscheiden wird. Aufgrund seiner Unzurechnungsfähigkeit zum Tatzeitpunkt wurde eine Einweisung in ein forensisch-therapeutisches Zentrum beantragt, wie Gerichtssprecher Bernhard Zechner auf „Krone“-Anfrage bestätigt.
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