138.000-Euro-Rechnung
Bus soll schneller als der Schall gewesen sein
Fast eine Million Kilometer – in nur einem Monat: Das soll einem Busfahrer in Island gelungen sein. Zumindest, wenn man der dortigen Steuerbehörde Glauben schenken möchte. Der Fahrer, Hlynur Bragason, bekam nämlich eine Mautrechnung, die genau das behauptete: 25 Mal um die Erde gefahren, schneller als der Schall, und das alles für über 138.000 Euro. Ein Irrtum, der das ganze Land zum Schmunzeln bringt.
Bragason, selbstständiger Busunternehmer aus Egilsstaðir, konnte zunächst kaum glauben, was er da sah. „Zuerst dachte ich, es wären 19.000 Kronen, ich hatte meine Brille nicht auf“, erzählt er dem öffentlich-rechtlichen Sender Ríkisútvarpið (RÚV).
Erst nach genauerem Hinsehen wurde ihm klar, dass die Rechnung tatsächlich 19.683.000 isländische Kronen betrug – fällig bis zum 16. Februar. Die Zahl basierte offenbar auf der Annahme, dass sein Bus im Jänner 999.691 Kilometer gefahren sei.
Gute 25 Mal wäre der Mann mit seinem Bus nach der Rechnung um die Welt gefahren:
Ohne Pause mit 1344 km/h?
„Amüsant, aber bitterkomisch“, kommentiert Bragason die Rechnung. Selbst bei einem sehr geschäftigen Monat sei es unmöglich, diese Strecke zu fahren. Um fast eine Million Kilometer in 31 Tagen zurückzulegen, müsste man ohne Pause mit etwa 1344 Kilometern pro Stunde unterwegs sein – schneller als der Schall, der bei etwa 1235 km/h liegt. Tatsächlich zeigt der Tachostand des Fahrzeugs nur 440.000 Kilometer seit Neuzustand an.
Fehler waren wohl zu erwarten
Die neue Maut auf Island, die Anfang 2026 eingeführt wurde, berechnet Gebühren nach gefahrenen Kilometern und Fahrzeuggewicht. Für gewöhnliche Pkw liegt der Preis bei wenigen Cent pro Kilometer, schwerere Fahrzeuge zahlen mehr. Abgerechnet wird monatlich, basierend auf Zählerständen oder Schätzungen. „Es war vielleicht zu erwarten, dass die ersten Rechnungen seltsam ausfallen“, schreibt Ríkisútvarpið, da Schätzungen teilweise auf den letzten Inspektionen beruhen.
Inzwischen sorgt der Fall im ganzen Land für Erheiterung. Viele Isländer teilen die kuriose Rechnung im Netz, während andere Nutzer über die zahlreichen Schätzungen klagen. Falsche oder zu hoch angesetzte Rechnungen können laut den Behörden von Skatturinn, der isländischen Steuerbehörde, aber korrigiert werden.








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