Schloss Eggenberg

Tierische Ausflügler: In Graz sind die Pfaue los

Steiermark
17.05.2026 06:00

In Italien sorgen wilde Pfaue seit geraumer Zeit für Unruhe. Zehn bunte Vögel leben auch im Schlosspark Eggenberg in Graz. Immer wieder verlassen die beeindruckenden Tiere ihr Areal – fürchten muss sich deshalb aber niemand.

Seit mehreren Tagen machen Pfaue in der norditalienischen Küstenstadt Punta Marina Schlagzeilen. Mehr als 100 Tiere treiben in der Stadt ihr Unwesen, spazieren auf Straßen, rasten auf Balkonen und am Strand. Während der Corona-Pandemie vermehrten sich die Vögel unkontrolliert und sind für viele Bewohner inzwischen zur Plage geworden. Sie klagen über den Lärm und Schmutz, den die Pfaue hinterlassen.

Anders ist das in Graz. Auch in der steirischen Landeshauptstadt ist eine Begegnung mit den bunten Vögeln gar nicht so selten. Vor allem rund um das Schloss Eggenberg kommt es immer wieder vor, dass ein Pfau auf der Straße spaziert – was im Internet zuletzt des Öfteren für Begeisterung sorgte. Die Instagram-Seite „Grazwellness“ teilt lustige Fotos, auf denen die Vögel etwa von der Polizei eskortiert werden, und sorgt so bei Unzähligen für Unterhaltung. 

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Die Vögel kennen den Weg zurück, aber wenn sie beim Nachbarn mit einem Frühstückskipferl gefüttert werden, dauert der Heimweg freilich länger.

Paul Schuster, Leiter Schloss Eggenberg

Vögel kommen verlässlich zurück
Zur Plage werden die Pfaue in Graz deshalb aber noch lange nicht. Sie leben offiziell im riesigen Park des Schlosses Eggenberg. „Aktuell zählen wir zehn Tiere“, sagt Paul Schuster, Leiter des Schlosses. Dass die Tiere ab und zu auch außerhalb der Schlossmauern anzutreffen sind, beunruhigt ihn nicht: „Die Vögel kennen den Weg zurück. Seit ich hier arbeite, ist noch nie einer abgehaut.“

Zum Problem werden immer wieder aber Menschen, die den Tieren zu nahe kommen oder sie füttern: „Einfach ruhig bleiben und Abstand halten, dann passiert nichts“, mahnt Schuster. Die Begründung für ihre abenteuerlichen Ausflüge außerhalb ihres zu Hauses ist einfach: „Es handelt sich um Wildvögel, die fliegen können und so auch manchmal über die Mauern fliegen.“

Vor einer Überpopulation wie in Italien brauchen sich die Grazer auch nicht zu fürchten: „Wir haben nur männliche Vögel, weil für einen etwaigen Nachwuchs zu viele Menschen im Park unterwegs wären“, erklärt der Experte. Bei Bedarf versorgt ein südsteirischer Züchter das Schloss mit neuen Tieren.

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