Bereut jedes Treffen

Bill Gates: „Gemeinsame Zeit mit Epstein war dumm“

Ausland
05.02.2026 08:28
Porträt von krone.at
Von krone.at

Microsoft-Mitgründer Bill Gates hat seine Treffen mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein als „Fehler“ und „dumm“ bezeichnet. Nach Veröffentlichung der neuesten Akten war er erneut in die Schlagzeilen geraten. Er täuscht Unwissenheit vor.

„Es war dumm von mir, Zeit mit ihm zu verbringen“, sagte er am Donnerstag in einem Interview mit dem Sender 9News nach der neusten Veröffentlichung von Akten rund um den Fall. „Ich bin einer von vielen, die es bereuen, ihn jemals kennengelernt zu haben.“ 

In Akten, die das US-Justizministerium jüngst veröffentlicht hat, findet sich auch ein E-Mail-Entwurf aus dem Jahr 2013, der im Konto Epsteins gespeichert war und sich offenbar an Bill Gates richtet.

Die reine Nennung oder Abbildung in Epstein-Akten ist zwar kein Hinweis auf ein Fehlverhalten. ...
Die reine Nennung oder Abbildung in Epstein-Akten ist zwar kein Hinweis auf ein Fehlverhalten. Bill Gates (Bild) sorgt dennoch für Schlagzeilen in dieser Causa.(Bild: AP/Evan Vucci)

Pikante Vorwürfe
Darin ist von Spannungen zwischen Gates (heute 70 Jahre alt) und seiner damaligen Ehefrau die Rede und Vorwürfe persönlicher Natur. Darunter der Hinweis, Gates habe Epstein gebeten, E-Mails zu löschen, die sich auf eine mögliche Geschlechtskrankheit sowie intime Details bezogen hätten. Belege dafür gibt es nicht. 

Gates‘ Anwälte weisen Vorwürfe zurück
Auch die Sorge, eine öffentliche Trennung könne der gemeinsamen Stiftung schaden, wird erwähnt. Ein Sprecher von Gates wies die Vorwürfe gegenüber der „New York Times“ als „absurd und vollständig falsch“ zurück. Die Dokumente zeigten lediglich Epsteins Frustration über Kontaktende.

Gates: Ging nur um Spenden
Die Frage, ob die Vorwürfe wahr seien, verneinte Gates. Epstein habe offenbar eine E-Mail an sich selbst geschrieben, die nie verschickt worden sei. Er wisse nicht, was sich Epstein dabei gedacht habe. Er warf die Frage auf, ob Epstein versucht habe, ihm zu schaden.

Er bereue jede Minute, die er mit Epstein verbracht hat, und entschuldige sich dafür. Auf der Privatinsel des Unternehmers, die Zentrum des Missbrauchsrings gewesen sein soll, sei er nie gewesen. Er habe nie Frauen getroffen, betonte der Microsoft-Mitgründer.

Mehrmals zum Abendessen getroffen
Gates hat Epstein nach eigenen Angaben mehrmals zum Abendessen getroffen. Er begründete das damit, dass Epstein viele vermögende Leute kannte und gesagt habe, er könne diese dazu bewegen, Geld für die globale Gesundheit zu spenden.

Waren 27 Jahre lang verheiratet: Bill Gates und Ex-Frau Melinda
Waren 27 Jahre lang verheiratet: Bill Gates und Ex-Frau Melinda(Bild: APA/AFP/POOL/Kamil Zihnioglu)

„Froh, weg vom Dreck zu sein“
Melinda French Gates, Ex-Frau vom Microsoft-Mitgründer Bill Gates, ist indes froh, „weg von all dem Dreck“ zu sein. Sie gab an, einen „Schlussstrich“ gezogen zu haben.

Die Berichte über den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein seien für sie schwer zu ertragen. „Kein Mädchen sollte jemals in eine Situation gebracht werden, wie sie von Epstein und den verschiedenen Personen in seinem Umfeld verursacht wurde“, sagte French Gates. Die Details lösten bei ihr vor allem „unermessliche Trauer“ aus.

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