US-Präsident Donald Trump hat nach einer Frage zu den Epstein-Akten erneut eine Journalistin beleidigt. Er nannte die langjährige CNN-Reporterin Kaitlan Collins „die Schlimmste“ und griff sie persönlich an.
„Sie sind so schlimm. Sie sind die schlimmste Reporterin“, sagte Trump am Dienstag im Weißen Haus in Washington zu Kaitlan Collins. „Kein Wunder, dass CNN wegen Leuten wie Ihnen keine Einschaltquoten hat.“ Die 33-Jährige hatte zuvor Fragen zu den neu veröffentlichten Akten zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gestellt.
Das war dem US-Präsidenten gar nicht recht. Die Sache gehöre abgehakt. „Ich denke, es ist jetzt an der Zeit, dass sich das Land vielleicht anderen Themen zuwendet, wie zum Beispiel dem Gesundheitswesen oder anderen Themen, die den Menschen am Herzen liegen“, schob er nach.
„Lächeln nicht, weil Sie lügen“
Collins, CNN-Chefkorrespondentin für das Weiße Haus, blieb jedoch hartnäckig und wollte das Thema nicht fallen lassen. Daraufhin wurde Trump ausfällig und warf ihr Lügen vor: „Wissen Sie, sie ist eine junge Frau. Ich kenne sie seit zehn Jahren. Ich glaube nicht, dass ich jemals ein Lächeln auf Ihrem Gesicht gesehen habe. Und wissen Sie, warum Sie nicht lächeln? Weil Sie wissen, dass Sie nicht die Wahrheit sagen“, schleuderte er ihr in Anwesenheit anderer Journalisten ins Gesicht.
Beleidigungen musste Collins schon einmal ertragen. Als sie vor wenigen Wochen Fragen zu Trumps neuem Ballsaal und Umbauarbeiten im Weißen Haus stellte, nannte er die Journalistin „bösartig“ und „dumm“.
US-Präsident wurde wiederholt beleidigend
Bereits im November war Trump im Zusammenhang mit Epstein-Akten ausfällig geworden und hatte die Journalistin Catherine Lucey von der Nachrichtenagentur Bloomberg beleidigt. Auf die Frage, warum er die Akten in der Affäre um den Sexualstraftäter nicht freigeben wolle, antwortete der US-Präsident an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One: „Sei still. Sei still, Schweinchen“ und deutete dabei mit dem Finger auf Lucey.
Wenige Tage später bezeichnete Trump die ABC-Journalistin Mary Bruce als „schreckliche Reporterin“, nachdem diese während des Besuchs des saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman im Weißen Haus den Mord an dem regierungskritischen saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi angesprochen hatte.
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