Neue Details zur Tat

„Apotheker“-Drama: Paar gemeinsam vor Haftantritt

Niederösterreich
04.02.2026 13:30

Im Fall des „Apotheker“-Dramas von Kottingbrunn in Niederösterreich (er brach das Pharmaziestudium ab, war lange Mitbesitzer der gut gehenden Apotheke) gibt es neue Details. Demnach war auch die Ehefrau zu mehr als einem Jahr Haft (ihr Mann fasste drei Jahre unbedingt aus) im Prozess um betrügerische Krida verurteilt worden.

Beide sollten gemeinsam ihre Gefängnisstrafe antreten. Doch – wie berichtet – kam es dazu nicht: Der 66-Jährige attackierte zuerst im Haus seine gleichaltrige Gattin mit einem Küchenmesser mit einer 15 Zentimeter langen Klinge. Die Frau erlitt einen Lungendurchstich und Leberverletzungen, liegt noch im künstlichen Koma, ist daher noch nicht vernehmungsfähig.

Verdächtiger verlegt
Auch der 66-Jährige wies Verletzungen auf, wurde ebenso in den Schockraum gebracht, überlebte und wurde in weiterer Folge zunächst in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert. Er verweigert bisher die Aussage und wurde jetzt wegen psychischer Probleme ins Wiener Landesgericht verlegt.

Als Justizopfer gesehen
Hintergrund für den Mordversuch: Der gefallene Geschäftsmann sieht sich in E-Mails auch an Politiker als Justizopfer. „Für uns wird es wahrscheinlich bereits zu spät sein, aber vielleicht wird (....) weiteren unschuldigen Opfern so ein Schicksal erspart.“

Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden oder von Suizidgedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge unter der Telefonnummer 142. Weitere Krisentelefone und Notrufnummern finden Sie HIER.
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