Großer Schock am Montag in Niederösterreich. Ein Apotheker (66) stach ersten Ermittlungen zufolge auf seine gleichaltrige Ehe- und Geschäftspartnerin ein. Erschütternd: Der Mann hatte die Tat zuvor per Mail angekündigt! Er fühlte sich demnach als Opfer eines Justizirrtums und stand kurz vor dem Haftantritt.
Walter N. und seine Ehefrau führten ein schönes, beschauliches Leben in Kottingbrunn im Bezirk Baden. Sie sorgten für die Bevölkerung, versuchten, das Beste für ihre Gesundheit zu geben. Ihre Apotheke war wie ein medizinisches Auffangbecken für Patienten in Not.
Und dann das! Es war Montag, der 2. Februar 2026, um die Mittagszeit, als sich in dem ansehnlichen Einfamilienhaus unfassbare Szenen abspielten. Der 66-jährige Niederösterreicher (er übergab die Apotheke im April 2019 an Nachfolger) soll zum Messer gegriffen haben. Ziel war seine gleichaltrige Ehefrau Astrid.
Polizei brach Haustür auf
Ein Notruf war abgesetzt worden. Weil aber bei einer Nachschau durch Beamte keiner der Bewohner reagiert hatte, ahnten sie bereits das Schlimmste. Die Polizisten brachen die Tür auf – und wenig später sollte sich ihre Vermutung bestätigen: Die Frau lag lebensbedrohlich verletzt am Boden, auch der Mann wies schwerste Verletzungen auf.
Die Rede ist von mehreren Schnittwunden, die der renommierte Akademiker seiner Gattin zugefügt habe. Danach versuchte er wohl, sich selbst das Leben zu nehmen – ebenfalls mit dem Messer.
Montagnacht schwebten beide in akuter Lebensgefahr. Sie wurden in einen Schockraum gebracht.
Hilfeschrei und letzte Nachricht
Was zu der unfassbaren Bluttat geführt hat, ist Gegenstand der Ermittlungen. Sie war jedenfalls angekündigt – in E-Mails. An mehrere Empfänger gerichtet. Es war ein Hilfeschrei oder eine letzte Nachricht an alle, die an einem (aus der Sicht des mutmaßlichen Täters oder des Paares) Systemversagen verantwortlich sein sollen – einem falschen Schuldspruch.
In seiner E-Mail sprach Walter N. unter anderem davon, Opfer von „Justizwillkür“ geworden zu sein:
Haftantritt nach Betrugsprozess
Wie die „Krone“ erfuhr, soll es eine Verurteilung wegen betrügerischer Krida gegeben haben. Ein Haftantritt stand kurz bevor.
Das Paar bestätigt das in seinem Schreiben mit dem Betreff „Justiz – Schöffengerichte“, das auch den Verein Neustart erreicht haben soll. Es war das „letzte Mail“ von Walter N. Das Neustart-Team versuchte zu retten, was zu retten ist, als es die Passage „Für uns wird es wahrscheinlich schon zu spät sein ...“ gelesen hatte. Notrufe wurden abgesetzt – Walter und Astrid N. blutüberströmt aufgefunden.
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