Gibt es noch Zimmer?

Song Contest: Die Stadt ist fast schon ausgebucht

Wien
28.01.2026 19:00

Viele Zimmerkontingente für den größten Musikwettbewerb der Welt im kommenden Mai sind jetzt schon weg. Doch gibt es überhaupt genug Bettenkapazität für das Großevent in Wien?

Der größte Musikwettbewerb der Erde wirft schön langsam seine Schatten voraus. Von 11. bis 16. Mai 2026 wird Wien mit dem ESC wieder Welthauptstadt der Musik. „Es ist ein einmaliges Erlebnis. Wien ist mit 84.600 Hotelbetten, exzellenter Infrastruktur und ESC-Erfahrung aus 2015 bestens gerüstet“, schwärmt Wien Tourismus-Geschäftsführer Kettner. Doch gibt es dafür überhaupt noch freie Zimmer? Ein Blick auf die Buchungsplattform booking.com zeigt für den Zeitraum der beiden Halbfinali und dem großen Finale noch insgesamt 1411 verfügbare Unterkünfte.

„Die Bäume wachsen nicht in den Himmel“
Von günstigen 120 Euro bis hin zu völlig utopischen 250.000 (!) Euro für fünf Nächte – zumindest wird der Preis inseriert, zahlen wird ihn wohl keiner. Es stellt sich die Frage, wer sich das leistet? Gilt die Song-Contest-Zielgruppe eher als eine junge, die auf ihre (Reise)-Kosten achten muss? Der Wiener Tourismusdirektor beruhigt: „Ja, es stimmt. Vor allem zu Beginn sind die Preise gestiegen“, sagt Kettner. Goldgräberstimmung anlässlich des Song Contest sei allerdings nicht angebracht, rät Kettner zu Augenmaß bei der Preispolitik: „Wien wird gut gebucht, aber nicht ausgebucht sein. Die Bäume wachsen nicht in den Himmel.“ Dann gibt er gegenüber der „Krone“ Entwarnung: „Es gibt noch genug Zimmer.“

Auch Wien Tourismus-Direktor Norbert Kettner und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (SPÖ) ...
Auch Wien Tourismus-Direktor Norbert Kettner und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (SPÖ) blicken dem Eurovision Song Contest im Mai 2026 bereits freudig entgegen.(Bild: Heinz Stephan Tesarek)

Er gehe zudem davon aus, dass außerdem noch viele Zimmerkontingente zurückgegeben werden. Das zeigen auch die Zahlen. Für das bevorstehende Event wie auch für fünf Großtagungen über 10.000 Teilnehmer und zahlreiche weitere Veranstaltungen verfügt Wien über ausreichend Kapazität. Das zeigen auch die nackten Zahlen.

Der Helene-Fischer-Effekt
Die Statistik 2025 weist 84.600 Betten in 42.400 Zimmern von 450 Hotelbetrieben aus. Das sind um 3 Prozent mehr Betten, um 4 Prozent mehr Zimmer und in Summe 17 Betriebe mehr als 2024. Auch die Konzerte von Helene Fischer (11. Juli) oder den Toten Hosen (12. September) im Ernst Happel Stadion sorgen für Buchungsspitzen. Doch nichts geht über den Song Contest. Die Austragung 2015 in Wien hat jedenfalls gezeigt, welches wirtschaftliche Potenzial in einer solchen Großveranstaltung steckt: Knapp 30 Millionen Euro Umsatz in Wien, über 100.000 Gäste, internationale Berichterstattung und ein Werbewert in dreistelliger Millionenhöhe – das sind Größenordnungen, die auch 2026 wieder möglich sind.

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