US-Flüssiggas

Sorge über wachsende Abhängigkeit der EU

Außenpolitik
28.01.2026 19:10
Porträt von krone.at
Von krone.at

Zwei Tage nachdem das endgültige Aus für russische Erdgasimporte in die Europäische Union beschlossen worden ist, zeigt sich EU-Energiekommissar Dan Jörgensen besorgt über eine wachsende Abhängigkeit von Flüssiggas aus den USA.

„Wir suchen nach Alternativen“, sagte Jörgensen am Mittwoch vor Journalisten in Brüssel und kündigte Verhandlungen mit Kanada, Katar und nordafrikanischen Staaten an. Noch im vergangenen Jahr hatte die EU der US-Regierung noch massive LNG-Einkäufe zugesagt. „Wir risikieren, die eine Abhängigkeit durch eine andere zu ersetzen“, warnte Jörgensen mit Blick auf den eben erst beschlossenen Importstopp aus Russland. Lieferungen aus den USA machten 2024 rund 16,5 Prozent der europäischen Gasimporte und fast 45 Prozent der Flüssiggaslieferungen aus. Die Einfuhrmenge hat sich innerhalb von drei Jahren mehr als verdoppelt.

LNG-Abnahme ist Teil der Einigung im Zollstreit
Eigentlich hatte die EU-Kommission der US-Regierung im vergangenen August eine Steigerung der LNG-Käufe versprochen. Die Zusage ist Teil einer Einigung im Zollstreit zwischen Brüssel und Washington im vergangenen Jahr. Die USA verpflichteten sich darin nach deutlich höheren Drohungen, den allgemeinen Zollsatz für Produkte aus der EU bei 15 Prozent festzusetzen, und haben die Zusage bisher eingehalten.

Doch die Grönland-Pläne von US-Präsident Donald Trump und die Zolldrohung gegen europäische Staaten, die sich vehement gegen einen Anschluss der zu Dänemark gehörenden Arktis-Insel an die Vereinigten Staaten gestellt und sogar Truppen nach Grönland entsandt haben, dürfte nun ein lauter Weckruf gewesen sein.

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