Ein Unfall mit mehreren Fahrzeugen auf der Wiener Südautobahn (A2) Richtung Graz löste am Mittwochmittag einen Großeinsatz von Feuerwehr, Berufsrettung und Polizei aus. Fast zeitgleich verursachte ein Geisterfahrer auf der A23 bei einer Kollision mehrere Verletzte, darunter ein elfjähriger Bub, und brachte den Verkehr zum Stillstand.
Berufsfeuerwehr, Polizei und Berufsrettung wurden um 13.45 Uhr alarmiert, nachdem mehrere Fahrzeuge beim Knoten Vösendorf auf der A2 zusammengestoßen waren. Laut Feuerwehrsprecher Lukas Schauer rückte die Feuerwehr mit insgesamt sechs Fahrzeugen zum Unfallort aus. Informationen über Verletzte lagen zunächst keine vor.
Fahrstreifen war gesperrt
Laut Ö3-Verkehrsservice kam es zu erheblichen Verzögerungen von etwa einer Stunde. Der Fahrstreifen in Richtung Altmannsdorf bzw. Inzersdorf war für den Zeitraum des Einsatzes gesperrt. Es wurde empfohlen, auf der Tangente beim Verteilerkreis Favoriten abzuzweigen, anschließend wieder Richtung Graz aufzufahren und die Auffahrt Sterngasse zu nutzen. Der Rückstau vor der Tangente auf der A2 reichte bis Wiener Neudorf zurück und löste sich zum Abend hin auf.
Bub (11) durch Geisterfahrer verletzt
Unweit der Unfallstelle trieb ein Geisterfahrer auf der Südosttangente (A23) in Fahrtrichtung Wien sein Unwesen. Laut Polizei war ein 20-jähriger Rumäne mit seinem Pkw entgegen der Fahrtrichtung unterwegs und krachte frontal in ein entgegenkommendes Auto. Bei dem heftigen Zusammenstoß wurden eine 46-jährige Mutter sowie ihr elfjähriger Sohn verletzt und ins Spital gebracht, bestätigte die Berufsfeuerwehr Wien gegenüber der „Krone“. Auch der Lenker des Geisterautos erlitt leichte Verletzungen und wurde ins Spital eingeliefert.
Gegenüber der Polizei gab der 20-Jährige an, er habe eine Abkürzung nehmen wollen und war deshalb falsch abgebogen. Welche Auffahrt er benutzte, ist laut Polizei noch Gegenstand von Ermittlungen. Ein durchgeführter Drogenschnelltest fiel positiv aus. Der Mann wurde vorläufig festgenommen und unter polizeilicher Begleitung in ein Spital gebracht. Dort verweigerte er jede Mitwirkung bei der amtsärztlichen Untersuchung und machte auch zum Unfallhergang keine weiteren Angaben.
Die Staatsanwaltschaft Wien wurde wegen des Verdachts der vorsätzlichen Gemeingefährdung informiert. Die Ermittlungen zum Unfall dauern an. Der Verkehr musste rund zwei Stunden lang umgeleitet werden, es kam zu erheblichen Staus, berichtete die Polizei am Mittwochabend.
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