Der irische Billigflieger Ryanair wird heuer im Sommer deutlich weniger Ziele aus Österreich heraus anfliegen. Wie schon berichtet, zieht Airline-Chef Michael O‘Leary fünf Flieger ab, weil ihm die Kosten hierzulande zu hoch sind. Konkret fallen neun Strecken im Sommerflugplan weg, das entspricht rund einer Million Sitzplätzen.
Was Ryanair-Boss Michael O’Leary zuletzt angekündigt hat, ist nun fix. Die irische Low-Cost-Fluglinie kürzt heuer im Sommer ihre Kapazitäten in Österreich deutlich. So wird die Zahl der hierzulande stationierten Flugzeuge von 19 auf 14 Maschinen reduziert. Die fünf abgezogenen Boeing-Maschinen gehen an die günstigeren Standorte nach Bratislava und Italien. Konkret fallen dadurch ab Wien-Schwechat acht Strecken (Skiathos, Riga, Rijeka, Santander, Split, Sevilla, Tel Aviv und Varna) sowie ab Klagenfurt der Flug nach Alicante in Spanien aus dem Sommerflugprogramm. Das entspricht letztlich einer Streichung von rund einer Million Sitzplätzen.
Insgesamt können die Reisenden heuer 83 Ziele mit dem irischen Billigflieger ab Wien, Linz, Salzburg und Klagenfurt erreichen. 73 davon sind es ab Wie-Schwechat.
Die Österreicher zahlen den Preis für die Untätigkeit der Regierung.

Ryanair-Chef Michael O‘Leary
Bild: Gerald Hofbauer – Kronen Zeitung
Eine Milliarde Euro an Investitionen, wenn die Kosten sinken
„Grund für die Reduktion sind die hohen Kosten in Österreich“, bringt es O’Leary auf den Punkt. Einmal mehr fordert er die Politik auf, die „dumme“ Ticketsteuer (zum Beispiel 12 Euro auf der Kurzstrecke) abzuschaffen. Ohne Abgabe hätte der Staat eine deutlich höhere Wertschöpfung (Tourismus, Jobs, usw.). Wird die Steuer nämlich gestrichen, würde allein Ryanair bis ins Jahr 2030 die Passagierzahlen auf 12 Millionen verdoppeln und eine Milliarde Euro hierzulande investieren. „Das Angebot steht immer noch“, fügt Österreich-Manager Andreas Gruber hinzu.
Heuer rechnet die Billigairline aufgrund des reduzierten Angebots mit rund sechs Millionen Passagieren – einem Minus von rund zehn Prozent. Der Flughafen Wien hat zuletzt ebenfalls einen kräftigen Passagierrückgang für heuer prognostiziert. Dort hofft man, die 30-Millionen-Marke 2026 zu erreichen. Im vergangenen Jahr waren es noch 32,6 Millionen.
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