Knalleffekt im Fall Christian Pilancek: Der letzte Mensch, mit dem der Sektionschef vor seinem Tod telefonierte, war Altkanzler Sebastian Kurz. Das geht aus den Auswertungen von Pilanceks Smartwatch hervor, die der „Krone“ vorliegen.
Das Telefonat erging am 19. Oktober um 20.55 Uhr und dauerte nur elf Sekunden. Ob ein kurzes Gespräch stattfand oder Kurz auf die Mobilbox gesprochen hat, geht aus Unterlagen nicht hervor. Darüber wird Sebastian Kurz aber wohl vor dem laufenden U-Ausschuss Auskunft geben müssen.
Bis jetzt hat Kurz lediglich zugegeben, dass er am besagten Abend Kontakt zu Pilancek hatte. Über den Inhalt des Gesprächs oder einer möglichen Nachricht auf der Mobilbox ist nichts bekannt.
Kritik an Suizid-Sager von Beginn an
Kurz wird in der Causa Pilancek in erster Linie damit zitiert bzw. dafür kritisiert, dass er von Beginn an von Suizid gesprochen hatte. Vielleicht sind die Aussagen auf ebendieses Telefonat zurückzuführen. Klarheit wird die parlamentarische Untersuchung bringen.
Streit um Ladung von Kurz
Um die Ladung von Kurz als Zeugen um U-Ausschuss hat sich zuletzt ein Streit zwischen den NEOS und der ÖVP entsponnen. Die Pinken wollen Kurz laden, die Schwarzen sind nicht so begeistert. Die Kanzlerpartei soll hinter den Kulissen „freundlich, aber bestimmt den kleinen Koalitionspartner in der Dreierregierung an das gemeinsame Regierungsprogramm erinnert“ haben, schreiben die „Salzburger Nachrichten“. Die FPÖ könnte Kurz auch alleine laden, hat sich bisher aber nicht entschieden. Das wird wohl aber bald passieren.
Messengerdienste werden noch ausgewertet
Auf der Anrufliste des verstorbenen Sektionschefs finden sich am Todesabend auch Anrufe von seiner Freundin Karin Wurm. Sie hat ihn später am Abend, nach dem Telefonat mit Kurz, erfolglos versucht zu erreichen. Auch davor gab es mehrere Anrufe. Auffällig sind weiters in den Tagen und Wochen davor häufige Telefonate mit einer Journalistin.
Die jetzt bekannt gewordene Auswertung bezieht sich allerdings nur auf die Smartwatch Pilanceks. Auswertungen von Messengerdiensten wie Signal folgen erst.
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