Alleskönner Alexis Pinturault, erfolgreichster Franzose im Ski-Weltcup, hat am Samstag das Ende seiner Karriere nach dieser Saison angekündigt.
Während die Speed-Spezialisten am Samstag im Schneetreiben von Courchevel auf die Entscheidung über den Super-G warteten – der schließlich abgesagt wurde – trat Alexis Pinturault vor die Medien und verkündete das Ende seiner Karriere. Der Franzose gab bekannt, dass er seine Laufbahn nach dieser Saison beenden wird. Sein letztes Rennen bestreitet er beim Weltcupfinale in Lillehammer am 24. März im Riesenslalom.
Wenn man keinen Grund mehr findet, weiterzumachen, ist es Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen.
Alexis Pinturault
„Ich wusste schon zu Beginn der Saison, dass es meine letzte werden würde. Ich wollte es aber nicht zu früh ankündigen“, erklärte Pinturault bei der Pressekonferenz in seiner Heimat Courchevel, wo er aufgewachsen ist und sein Vater ein Hotel betreibt. „Ich möchte meine Karriere beenden und mich etwas Neuem widmen. Wenn man keinen Grund mehr findet, weiterzumachen, ist es Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Ich denke, diesen Punkt habe ich erreicht“, fügte er hinzu.
Sein Weltcup-Debüt sorgte im Februar 2011 sofort für Aufsehen. Nach zwei Rennen ohne Punkte raste der damals 19-Jährige beim Super-G in Hinterstoder mit Startnummer 62 sensationell auf Rang sechs. Nur zwei Wochen später folgte im Riesenslalom von Kranjska Gora bereits der erste Podestplatz. In der darauffolgenden Saison feierte Pinturault schließlich seinen ersten Weltcupsieg.
355 Rennen, 34 Siege, 77 Podestplätze
Im Laufe seiner Karriere entwickelte sich der Franzose zu einem der komplettesten Skifahrer seiner Generation. Insgesamt absolvierte er 355 Weltcuprennen – nur neun Athleten standen häufiger am Start. Dabei feierte Pinturault 34 Siege und stand insgesamt 77 Mal auf dem Podest. Seine Erfolge verteilten sich auf Riesenslalom, Kombination, Slalom, Super-G und Parallelrennen. Besonders in der Kombination dominierte er jahrelang den Weltcup. Zwischen 2013 und 2020 gewann Pinturault sechs kleine Kristallkugeln in dieser Disziplin.
Krönung mit der großen Kugel
Der Höhepunkt seiner Karriere folgte im Jahr 2021. Nach mehreren Anläufen sicherte sich Pinturault endlich den Gesamtweltcup. Zuvor hatte er bereits drei dritte Plätze (2014 bis 2016) sowie zwei zweite Plätze (2019 und 2020) in der Gesamtwertung erreicht. Die Entscheidung im Jahr 2021 fiel allerdings unter besonderen Umständen: Beim Weltcupfinale in Lenzerheide wurden Abfahrt und Super-G wetterbedingt abgesagt, wovon Pinturault im Duell mit Marco Odermatt profitierte.
Auch bei Großereignissen gehörte der Franzose zu den dominierenden Fahrern: Drei Weltmeistertitel sowie drei olympische Medaillen stehen in seiner Bilanz.
Verletzungen bremsen Karriere
In den letzten Jahren wurde Pinturault jedoch immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Im Jänner 2024 riss er sich in Wengen das Kreuzband, ein Jahr später folgte in Kitzbühel die nächste schwere Knieverletzung. Und nun hängt er seine Skier an den Nagel und widmet sich einer neuen Herausforderung.
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