Soldaten beschossen

Ecuador: Drogen-U-Boot in Mangrovensumpf entdeckt

Ausland
11.03.2026 16:02

In Ecuador haben Soldaten kürzlich in einem Mangrovensumpf ein rund 35 Meter langes Halbtauchboot – ein sogenanntes Narco-Sub – entdeckt. Das kleine U-Boot war offenbar für eine längere Schmuggelfahrt mit Drogen vorbereitet worden.

Wie das Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Quito mitteilte, hatte das Halbtauchboot, das im Naturschutzgebiet Cayapas-Mataje im Norden des Landes, nahe der Grenze zu Kolumbien, gefunden wurde, 6000 Gallonen (umgerechnet knapp 1600 Liter) Treibstoff geladen. Die Behörden gehen davon aus, dass das U-Boot für eine lange Schmuggelfahrt vorbereitet war.

Soldaten unter Beschuss geraten
Die Soldaten beschlagnahmten außerdem sechs Schnellboote, sieben Motoren und zahlreiche Fässer mit Treibstoff. Im Zuge der Razzia gerieten die Soldaten unter Beschuss, es wurden jedoch keine Verletzten, Festnahmen oder Drogenfunde gemeldet.

(Bild: kameraOne (Screenshot))

In den vergangenen Jahren gab es mehrfache Funde von Drogen-U-Booten und Großlieferungen in Containern aus Ecuador, die Kolumbien und Ecuador als zentrale Umschlagplätze im internationalen Drogenhandel identifizieren. 

Narco-Subs können nicht vollständig tauchen
Die von der südamerikanischen Drogenmafia verwendeten sogenannten Narco-Subs – der Begriff leitet sich aus den Worten „Narcotics“ (Drogen) und „Submarine“ (U-Boot) ab – nicht vollständigen abtauchen. Es handelt sich um kleine, oft selbstgebaute U-Boot-ähnliche Fahrzeuge.

Die Mini-U-Boote werden häufig in versteckten Werften im Dschungel gebaut, können mehrere Tonnen Drogen (meist Kokain) transportieren, haben eine Reichweite von mehreren tausend Kilometern und werden nach einer erfolgreichen Schmuggelfahrt meist versenkt.

Die Narco-Subs werden von Drogenkartellen eingesetzt, weil sie schwer zu entdecken sind, große Mengen Drogen transportieren können, und im Vergleich zu Flugzeugen weniger überwacht werden. Da sie größtenteils unter der Wasseroberfläche fahren sind sie auf Radar- und Satellitenbildern kaum zu orten.

Im Jahr 2019 wurde vor der Küste von Spanien erstmals ein transatlantischer Narco-Sub entdeckt, der mehrere Tonnen Kokain an Bord hatte. Die iberische Halbinsel – also Spanien und Portugal – wird nach Erkenntnissen der Behörden immer mehr zu einem Einfallstore der südamerikanischen Kokain-Mafia in Europa.

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