Greenpeace nahm Proben

Asbest auch auf Zäunen und Postkasten nachgewiesen

Burgenland
13.03.2026 06:00
Porträt von Burgenland-Krone
Von Burgenland-Krone

Greenpeace hat erneut Proben im Südburgenland genommen – und erneut brachten diese nicht unbedingt Erfreuliches zutage. Dieses Mal stand allerdings nicht Schotter, Asphalt oder Streusplitt im Fokus, sondern der Staub, der sich auf Zäunen, Bankomaten und Postkästen abgelagert hatte. Als Hotspot wird die Gemeinde Badersdorf angeführt.

Mit einem speziellen Aufsatz gemäß Norm VDI 3877 seien Proben sowohl im Innen- als auch im Außenbereich gezogen und anschließend analysiert worden, teilt Greenpeace mit.

Asbest in Staub und Pflanzen
Beim Staub von einem Gartenzaun in Badersdorf – wo sich einer der geschlossenen Steinbrüche befindet – wurde laut den Umweltschützern eine Belastung von 280 Fasern pro Quadratzentimeter nachgewiesen. Eine Probe beim Feuerwehrhaus im benachbarten Woppendorf ergab 20 Fasern pro Quadratzentimeter. Zusätzlich wurden in der Nähe des Steinbruchs Pflanzenproben genommen, welche ein bis fünf Prozent Asbest aufwiesen. Selbst bei Pflanzen, die etwas weiter weg vom Steinbruch wuchsen, konnte noch eine Belastung festgestellt werden.

„Weiß eingestaubt“ von Lkw
Für Greenpeace ist dies die Bestätigung, dass sich Partikel vom Steinbruch durch die Luft weit verbreiten konnte. Anrainer hätten berichtet, dass sie „weiß eingestaubt“ waren, wenn die Lkw aus dem Steinbruch durch den Ort gefahren seien.

Sanierungskonzept und Monitoring gefordert
„Die massive Asbestbelastung im weiteren Umkreis des Steinbruchs zeigt, dass über die Luft unzählige Asbestfasern in die umliegenden Dörfer getragen wurden. Das ist höchst alarmierend“, sagt Stefan Stadler, wissenschaftlicher Experte bei Greenpeace. Er fordert daher Sanierungskonzepte für alle Orte rund um die Steinbrüche. Für die Bewohner brauche es ein Gesundheitsmonitoring.

Auch Einkaufszentrum betroffen
Doch es betrifft nicht Badersdorf allein. Auch ein großes Einkaufszentrum in Oberwart nahm die Umweltschutzorganisation unter die Lupe. Der Staub auf einem Postkasten im Außenbereich enthielt 40 Asbestfasern pro Quadratzentimeter. Zwei Proben im Inneren des Einkaufszentrums zeigten hingegen keine Auffälligkeiten. Allerdings enthalte der Schotter auf den Parkplätzen Asbest, so Greenpeace.

Wenig Belastung bei Krankenhaus
Abstriche von einem Feuermelder und einem Defibrillator in der Klinik Oberwart ergaben keine bzw. geringe Belastungen. Zum Vergleich gab es auch bei der Klinik Baden (NÖ) Abstriche, welche zu ähnlichen Ergebnissen führten.

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