Weitab der Suche
Firma will Boeing-Wrack gefunden haben
Die Technologie hinter GeoResonance kann atomare, biologische, aber auch chemische Waffen aufspüren. Das Unternehmen sucht mithilfe von Satelliten- und Luftbildern allerdings nach Öl-, Gas- und Mineralienvorkommen. Dabei sei auf dem Grund des Meeres - Tausende Kilometer nördlich vom derzeitigen Suchgebiet - ein Wrack entdeckt worden, so die Firma. "Das Unternehmen verkündet nicht, dass es sich um MH370 handelt, dennoch sollte es untersucht werden", ließ GeoResonance in einer Mitteilung wissen.
Genau deshalb wende man sich nun auch an die Öffentlichkeit - denn die Behörden hätten den Fund bisher nicht ernst genommen, so Firmenchef David Pope gegenüber CNN. "Wir sind eine große Gruppe Wissenschaftler und wir werden ignoriert - und wir denken, dass wir eine moralische Verpflichtung haben, unsere Erkenntnisse zu den Behörden zu bringen."
Bilder zeigen Flugzeug-typische Anordnung von Metallen
Die Bilder, die die verschollene Boeing von Malaysia Airlines zeigen könnten, wurden am 5. und 10. März aufgenommen. Auf den ersten Bildern sei nichts zu sehen, auf den zweiten aber eine Anordnung verschiedener Metalle - genau so, wie sie bei einem Flugzeug verwendet werden. So seien etwa Aluminium, Titan, Kupfer und Stahl zu erkennen, erklärte GeoResonance.
Die australischen Behörden, die die Suche nach dem Wrack leiten, haben jedoch bereits erklärt, der Spur nicht nachzugehen. Die gesammelten Daten - unter anderem funkten die Triebwerke der Boeing nach dem Verschwinden vom Radar weiter Ortsangaben - würden gegen den Golf von Bengalen als möglichen Absturzort sprechen, hieß es.
Suche per Schiff und Flugzeug beendet
Zumindest die malaysischen Behörden hätten sich aber am Dienstag gemeldet, so Pope, sie seien "sehr interessiert, sehr aufgeregt" aufgrund des möglichen Durchbruchs. Ein solcher wäre über sieben Wochen nach dem Verschwinden der Maschine mit 239 Personen an Bord auch dringend nötig.
Die Suche wird fortan nicht mehr von Schiffen und Flugzeugen aus geführt. Die meisten für die Suche eingesetzten Flugzeuge sollten bis Ende des Tages die australische Stadt Perth verlassen haben, sagte ein Sprecher des Koordinationszentrums am Mittwoch. Nur eine Maschine vom Typ P-3 Orion bleibe auf Abruf bereit. Die USA, Japan, Neuseeland und Malaysia bestätigten, dass ihre Suchflugzeuge zurückgerufen wurden. Auch die meisten der Schiffe aus Australien, China und Großbritannien traten den Heimweg an.
Unterwassersuche letzte Hoffnung
Insgesamt hatte es seit dem 18. März mehr als 300 Suchflüge in der Meeresregion vor der Westküste Australiens gegeben, die eine Fläche von mehr als 4,5 Millionen Quadratkilometer umfasst. Dabei wurden zwar immer wieder Trümmerteile und Müll gefunden, diese stammten jedoch nicht von dem gesuchten Flugzeug. Die australischen Behörden, die die Suche koordinieren, wollen sich nun "in den kommenden Wochen" auf den Meeresgrund konzentrieren, wie der Sprecher sagte. Das Gebiet wurde auf 60.000 Quadratkilometer ausgeweitet.
Die Boeing auf Flug MH370 war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos verschwunden. Es ist immer noch völlig unklar, warum das Flugzeug plötzlich von den Radarschirmen verschwand.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.