Nach KZ-Sager
Berlusconi relativiert: “Bin Freund der Deutschen”
"Es ist absurd, mir antideutsche Gefühle oder eine mutmaßliche Feindseligkeit gegenüber dem deutschen Volk zuzuschreiben, dessen Freund ich bin", hieß es in einer Stellungnahme auf seiner Homepage (auf Italienisch). In dieser stellte Berlusconi auch klar, dass er ein "historischer Freund des jüdischen Volkes und des Staates Israel" sei. "Israels ist das einzige Beispiel von Freiheit und Demokratie im gesamten Nahen Osten. Niemand kann an meiner tiefen Überzeugung rütteln", meinte der 77-Jährige.
Berlusconi hatte im Jahr 2003 den derzeitigen EU-Parlamentspräsidenten und SPD-Politiker Martin Schulz heftig kritisiert und als Idealbesetzung für die Rolle eines KZ-Aufsehers gesehen. Später behauptete er, er habe nur seinen "Humor" unter Beweis stellen wollen. Am Samstag stichelte Berlusconi erneut: "Ich wollte niemanden beleidigen. Doch mein Gott: Für die Deutschen haben KZ nie existiert."
Schulz: "Berlusconi ist Synonym für Hass, Neid und Streit"
Schulz selbst reagierte auf die jüngste verbale Entgleisung mit heftiger Kritik an Berlusconi. "Berlusconi ist ein Synonym für Hass, Neid und Streit. Er will Streit unter europäischen Ländern schüren, in der Hoffnung auf Wahlvorteile für seine Partei. Es ist skandalös, dass seine Dummheiten zu Wahlkampfzwecken dienen", betonte Schulz. "Europa bedeutet Frieden und Solidarität unter Völkern und Nationen, was von Berlusconis dummen Worten nicht gefährdet wird."
Ins gleiche Horn bliesen auch andere hochrangige EU-Politiker- darunter auch vom SPÖ-Politiker und Vorsitzenden der Sozialdemokraten im Europaparlament, Hannes Swoboda (siehe auch Infobox).
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.