"Es herrscht Chaos"
USA: Tornado-Serie fordert mindestens 18 Tote
Im Zentrum von Vilonia seien Gas- und Wasserleitungen geborsten, es stünden nur noch einige Mauern, berichtete Firestone weiter. "Wir haben einige Opfer." Die Einwohner wurden 45 Minuten, bevor die Stürme über Vilonia fegten, durch Sirenen gewarnt. Vermutlich seien dadurch Menschenleben gerettet worden, sagte der Bürgermeister. Aus den benachbarten Städten seien Feuerwehr und Polizei sowie die Nationalgarde zur Verstärkung angefordert worden.
Ortschaften liegen teilweise in Trümmern
Große Teile der Ortschaft Mayflower mit rund 2.300 Einwohnern lagen ebenfalls in Trümmern. Wegen umgestürzter Autos und Schutts musste in der Gegend ein Teil der Autobahn Interstate 40, eine der großen Ost-West-Achsen durch die USA, gesperrt werden. Der örtliche Fernsehsender TVH 11 zeigte Bilder von umgestürzten Autos, entwurzelten Bäumen und zerstörten Wohnblöcken.
"Das war wirklich eine schreckliche Nacht für viele Familien, Viertel und Gemeinden, aber die Menschen in Arkansas können immer einen Gang hochschalten, um anderen beim Wiederaufbau zu helfen", schrieb der Gouverneur des Bundesstaates, Mike Beebe, im Kurznachrichtendienst Twitter.
Verwüstungen auch in Oklahoma, Iowa und Kansas
In Oklahoma wurden durch die Tornados am Sonntag mindestens zwei Menschen getötet. Besonders betroffen war die kleine Stadt Quapaw. Eine Vertreterin der Katastrophenschutzbehörde sagte unter Berufung auf Rettungskräfte vor Ort, zahlreiche Gebäude seien beschädigt worden. Auch eine Feuerwehrwache wurde demnach schwer in Mitleidenschaft gezogen. Örtlichen Medien zufolge kam im Bundesstaat Iowa ein Mensch ums Leben. Dort hob ein Tornado das Dach einer Klinik in der Kleinstadt Oskaloosa ab.
Verwüstungen wurden ebenfalls aus Kansas gemeldet, dort gab es aber zunächst keine Opfer. Insgesamt waren rund 15.000 Haushalte ohne Strom, wie die regionalen Versorger Entergy und First Electric Cooperative mitteilten. Die Behörden gaben Unwetterwarnungen heraus. Nach den Stürmen am Sonntag und Montag wurden weitere Tornados für Dienstag erwartet.
Obama verspricht Hilfe
US-Präsident Barack Obama sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und sicherte den Betroffenen zudem Hilfen durch die Bundesregierung zu. "Ihr Land wird da sein, um Ihnen beim Wiederaufbau zu helfen, egal, wie lange dies dauert", sagte Obama.
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