NATO-Generalsekretär Mark Rutte macht sich laut eigener Aussage „überhaupt keine Sorgen“ um die Bündnistreue der USA. Diese würden sich der NATO „uneingeschränkt verpflichtet fühlen“, sagte er. Ein sicheres Europa habe für die Vereinigten Staaten Priorität.
Auch die Arktis sei ein großes Thema und diese könne nur gemeinsam verteidigt werden, sagte Rutte. Überhaupt müssten die Verteidigungsausgaben, wie beim Gipfel in Den Haag beschlossen, erhöht werden. Man müsse dafür sorgen, dass die Ukraine stark bleibe, um zu verhindern, dass Kremlchef Wladimir Putin einen Angriff auf einen NATO-Verbündeten wage, sagte der Niederländer.
Die Aufrüstung müsse allerdings rasch erfolgen. Nach unterschiedlichen Geheimdienst-Einschätzungen könnte es sonst ab 2027, 2029 oder 2031 gefährlich werden. Russland gebe inzwischen mehr als 40 Prozent des Staatshaushalts für Rüstung aus. Zudem sei er bereit, 1,1 Millionen Menschen zu opfern, sagte Rutte mit Blick auf Schätzungen zu Toten und Verletzten auf russischer Seite.
Kreml: „Kein Durchbruch“ bei Verhandlungen
Für die Zeit nach einem möglichen Ende des Kriegs in der Ukraine brauche man auf jeden Fall sehr starke Sicherheitsgarantien. „Damit Putin weiß: Wenn ich es noch einmal versuche, wird die Reaktion verheerend sein.“ Die jüngsten Gespräche in Miami zwischen Vertreterinnen und Vertretern der USA und Russlands sind laut Kremlsprecher Dmitri Peskow kein Durchbruch. Man erwarte nun eine Fortsetzung auf Ebene von Fachleuten.
US-Diplomat Steve Witkoff schrieb auf der Plattform X, dass sich Russland weiterhin für eine Friedenslösung einsetze. „Unsere gemeinsame Priorität ist es, das Töten zu beenden, eine garantierte Sicherheit zu gewährleisten und die Voraussetzungen für die Erholung, Stabilität und den langfristigen Wohlstand der Ukraine zu schaffen“, teilten er und der ukrainische Ex-Verteidigungsminister Rustem Umjerow mit. Frieden bedeute nicht nur das Ende der Feindseligkeiten, sondern auch eine „würdevolle Grundlage für die Zukunft“.
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