Fr, 22. Juni 2018

Kleiner Test

14.01.2009 14:48

smart forfour pure: das reine Vergnügen

Lustig. Da macht smart erst aus einem Zweisitzer-Winzling einen Viersitzer Design-Polo mit allem Schnickschnack, und dann dampft man ihn wieder ein. Jedenfalls, was Ausstattung und Motorisierung betrifft. Das heißt dann smart forfour pure und soll praktisch reiner smart-Genuss sein.

Für smart-Genuss braucht man keinen superstarken Motor, also raus mit allem, was den forfour richtig schnell macht. 47 kW, also 64 PS müssen reichen, denn was den smart ausmacht, ist hauptsächlich das Design. 158 km/h Spitze und 15,3 Sekunden auf 100 klingt besser, als es wirkt. Dass der kleine, rauhe Dreizylinder nicht gerade für sportliche Fahrleistungen reicht und unten herum etwas schwachbrüstig wirkt (Power gibt’s erst ab 4.000 Umdrehungen), schmälert den guten Eindruck nicht. Denn immerhin steht er jugendlich – spritzig – sportlich da, der Testwagen mit seinen (aufpreispflichtigen) Alufelgen.

Halleluja: keine "smartomatik"!
Gut, dass smart den pure-Fahrer nicht mit der halbautomatischen smart-Schaltung nervt. Hier werden fünf Gänge klassisch per Hebel gewechselt. Ein bisschen hakelig, aber sehr exakt.

Der Innenraum ist lustig verspielt bis richtig praktisch. Verspielt der Drehschalter für die Innenraumbeleuchtung, die Plastikbecher mit Tacho und Drehzahlmesser, die per Druckfunktion doppelt belegten Drehregler für die Heizungsregulierung und überhaupt natürlich das Design. Besonders praktisch ist die Rückbank, die sich geteilt um- und nach vorne klappen und sogar horizontal verschieben lässt. Wer seine Ladung über die etwas hohe Ladekante wuchtet, kann also flexibel relativ viel davon verstauen.

Viel dran
Trotz pure-Ausstattung ist einiges serienmäßig an Bord: ABS, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, höhenverstellbares Lenkrad, Servolenkung, vier Türen. Dass in der 47-kW-Version das ESP aufpreispflichtig ist, ist reichlich schade. Und eine Gepäckraumabdeckung empfinden wir auch nicht als Extra.

Fahrspaß ist auch mit dem Asketen-smart drin. Kurven nimmt er leicht untersteuernd, das Fahrwerk ist eher weich. Man sollte die Kurvenhatz also nicht übertreiben, dafür fallen Bodenunebenheiten nicht sonderlich ins Gewicht. Die Lenkung könnte mehr Gefühl vermitteln, macht aber dafür das Einparken zum reinen Vergnügen. Dazu trägt auch die gute Übersichtlichkeit und der kurze Überhang nach vorn bei.

Der smart forfour ist ein unkomplizierter Geselle. Gestylt, aber ohne Allüren, individuell, aber unkompliziert. Nicht Low Cost, aber ab € 11.990,-- erschwinglich. Und ein smart. Sieht man doch!

Fazit:
7 von 10 bunten Smarties

Stephan Schätzl

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