Verschollene Boeing
Australischer Premier: “Kein Zeitlimit bei Suche”
Der Premier stattete am Montag den Suchmannschaften einen Besuch ab, um sich über die neuesten Erkenntnisse zu informieren. Noch vor wenigen Tagen hatte Abbott gemeint, man könne nicht ewig nach Wrackteilen suchen.
Die Suchmission wurde erneut mit jeweils zehn Schiffen und Flugzeugen fortgesetzt. "Dies ist eine außerordentlich schwere Aufgabe", sagte Abbott. "Wir suchen in einem riesigen Gebiet des Ozeans und können uns dabei auf nur sehr wenige Informationen stützen."
"Vielversprechende Spur" war nur Fischereiausrüstung
Vier am Sonntag gesichtete Objekte entpuppten sich allerdings als Fischereiausrüstung, bestätigte die australische Seesicherheitsbehörde (Amsa). Die orangenen und jeweils mehr als zwei Meter langen Teile galten als die "vielversprechendsten Hinweise" bisher, schrieb der Rundfunksender ABC auf seiner Webseite.
Nach Amsa-Angaben machte sich das Rettungsschiff "Ocean Shield" der australischen Marine am Montag bereit zum Auslaufen. An Bord ist unter anderem ein Spezialgerät, das Blackboxen bis in 6.000 Meter Tiefe orten kann. Die "Ocean Shield" dürfte einige Tage benötigen, um das Suchgebiet vor der Westküste Australiens zu erreichen.
Chinesische Zeitung versucht, Angehörige zu beruhigen
Um die Angehörigen der Passagiere von Flug MH370 auf weiteres Warten vorzubereiten, rief ein Kommentator der staatlichen Zeitung "China Daily" zu Ruhe und Vernunft auf. "Egal, wie bekümmert wir sind oder wie viele Details noch unklar sind, es ist sicher, dass Flug MH370 im Indischen Ozean abgestürzt ist und niemand an Bord überlebt hat. Wir sollten nicht zulassen, dass der Ärger die Oberhand über Fakten und Vernunft gewinnt", hieß es am Montag in einem Kommentar.
Malaysischer Regierungschef reist ins Suchgebiet
Zwei Drittel der Fluggäste sind chinesische Staatsbürger. Unter den chinesischen Familien gibt es scharfe Kritik und Verärgerung über die Regierung in Kuala Lumpur. Der malaysische Regierungschef Najib Razak teilte mit, er werde am Mittwoch nach Australien reisen, um sich dort einen Eindruck vom Einsatz zu verschaffen und den Helfern zu danken.
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