In den tiefen Lagen Österreichs gibt es bereits seit Jahren kaum noch weiße Weihnachten. Und das wird wohl auch so bleiben, denn laut einer aktuellen Auswertung der Geosphere Austria gab es zuletzt 2010 (!) in mehreren Bundesländern gleichzeitig Schnee am 24. Dezember – darunter Bregenz, Salzburg, Linz, Wien, Graz und Klagenfurt. Durch die Klimaerwärmung werden Schneeflocken im Dezember immer seltener.
Der Monat ist in den vergangenen 50 Jahren im Schnitt um etwa zwei Grad wärmer geworden, erklärt Klimatologe Alexander Orlik in einer Aussendung. Gefallener Schnee schmilzt dadurch schneller wieder weg, und Regen wird häufiger.
Auch auf den Bergen milder
„Einigermaßen verlässlich“ sind weiße Weihnachten erst ab rund 800 Metern, auch wenn es dort ebenfalls milder geworden ist. In Wien schneite es zuletzt 2012. 2017 in Innsbruck, 2021 in Klagenfurt sowie 2024 in Bregenz, Innsbruck und Klagenfurt.
1962 lag noch 96 Zentimeter Schnee
Vor den 2000ern sah das noch ganz anders aus. Beispielsweise lagen 1962 in Innsbruck zu Weihnachten noch 96 Zentimeter Schnee, Graz verzeichnete 1994 am Christtag 55 Zentimeter, St. Pölten 50 Zentimeter am 24. Dezember 1969. Auch die tiefsten und höchsten Weihnachtstemperaturen stammen aus früheren Jahrzehnten – von minus 29 Grad in Tamsweg 1944 bis zu 19,1 Grad in Salzburg im Jahr 2013.
Noch keine konkreten Prognosen für Weihnachten
Für heuer sind konkrete Prognosen noch nicht möglich. Fest steht aber: Bis Anfang kommender Woche sind keine nennenswerten Neuschneemengen zu erwarten, und die nächsten Tage bringen sehr mildes Wetter – mit Plusgraden bis ins Hochgebirge. Damit stehen die Chancen auf weiße Weihnachten eher schlecht.
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