MH370-Mysterium
“Schwierigste Suchaktion der Fluggeschichte”
In der Region, in welcher die vor Kurzem auf Satellitenaufnahmen gesichteten Objekte vermutet werden, hält seit Donnerstag ein norwegisches Frachtschiff nach Wrackteilen und Überlebenden Ausschau. Am Freitag wurde die Suche zunächst durch schlechtes Wetter erheblich behindert. Im weiteren Tagesverlauf besserte sich aber die Lage, sodass auch die Suchflugzeuge eine nahezu perfekte Sicht auf das Meer unter sich hatten.
23.000 Quadratkilometer abgesucht - ohne Erfolg
Insgesamt sei bisher eine Region von rund 23.000 Quadratkilometern abgesucht worden, hieß es. John Young, Nothilfeeinsatzleiter bei der australischen Seesicherheitsbehörde, betonte, dass die Spezialisten nach wie vor auch nach überlebenden Passagieren Ausschau hielten. Das letzte von fünf Flugzeugen, die im Einsatz waren, kehrte am Abend (Ortszeit) vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück in die australische Stadt Perth - ohne Erfolgsmeldung.
Neben dem norwegischen Frachter wurden drei Schiffe der chinesischen Marine und zwei chinesische Rettungsschiffe in die Region rund 2.500 Kilometer südwestlich von Perth beordert. Am Sonntag sollen auch zwei japanische Schiffe dazustoßen.
"Schneedrache" beteiligt sich ebenfalls an Suche
Auch der chinesische Eisbrecher "Schneedrache", der sich im Jänner an der Rettungsaktion für das russische Expeditionsschiff "Akademik Schokalskij" beteiligt hatte, wurde zu Hilfe gerufen.
Die Region liegt in einem Gebiet, das unter Seefahrern als "Roaring Forties" bekannt ist. Damit ist eine Region mit heftigem Westwinddrift zwischen dem 40. und 50. südlichen Breitengrad gemeint. Dort ist das Wetter meist unbeständig und der Wellengang hoch.
Unterdessen hat sich Chinas Staatschef Xi Jinping telefonisch in Australien über die Suche nach der verschollenen Boeing erkundigt. "Seit der Kontakt zu dem Flugzeug abgebrochen ist, sind unsere Herzen mit den Menschen aus verschiedenen Ländern an Bord", sagte Xi dem australischen Ministerpräsidenten Tony Abbott, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua in der Nacht auf Freitag berichtete. Mehr als 150 der 239 Insassen des verschollenen Flugzeugs sind chinesische Staatsbürger.
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