Mögliche Spuren
Wrackteile der Boeing im Indischen Ozean entdeckt?
Australien hatte im Rahmen der international koordinierten Suche Gebiete im Süden des Indischen Ozeans übernommen. Abbott wies darauf hin, dass seine nunmehrigen Äußerungen noch keine Gewissheit ergäben, die Satellitenaufnahmen seien demnach undeutlich. "Wir müssen uns darüber klar sein, dass die Aufgabe des Aufspürens dieser Objekte eine sehr schwierige ist." Es könne sich "herausstellen, dass sie nicht zum Flug MH370 gehören", so der Premier. Zudem sei das Meer in der Region Tausende Meter tief.
Die jüngsten Bilder stammten von kommerziellen Satelliten, berichtete Commodore John McGarry vom australischen Militär. Geheimdienste hatten die Aufnahmen ausgewertet. Die Satelliten seien nun so programmiert worden, dass sie weitere Bilder des Gebiets in höherer Auflösung lieferten.
Schlechte Sicht in der Region
Young, Nothilfeinsatzleiter bei der Seesicherheitsbehörde, sagte bei einer Pressekonferenz, auf den Satellitenbildern vom 16. März wurden im Indischen Ozean mehrere Objekte entdeckt, die Wrackteile des vermissten Malaysia-Airlines-Flugzeugs sein könnten. Eines der Teile sei demnach 24 Meter lang, das andere etwa fünf Meter (1. und 2. kleines Bild).
Norwegischer Frachter vor Ort
Die Sicht in der Region (3. kleines Bild) rund 2.500 Kilometer südwestlich von Perth an der australischen Westküste sei schlecht, sagte Young. Zudem hätten die Flugzeuge auch jeweils nur etwa zwei Stunden Zeit zur Suche, weil das Gebiet so weit von Australiens Küste entfernt ist. Dann müssten sie umkehren, um mit dem verbliebenen Kerosin wieder Perth erreichen zu können. Young zufolge sind auch zwei Schiffe auf dem Weg in die Region. Ein norwegischer Frachter hat das Gebiet mittlerweile erreicht.
Fokus liegt auf südlicher Route
Die Suche nach Flug MH370, der kurz nach seinem Start in Kuala Lumpur Richtung Peking von den Radarschirmen verschwand, war bisher erfolglos geblieben. Die Ermittler sind aber nach Signal- und Datenanalysen überzeugt, dass die Maschine nach dem Start stark vom Kurs abwich und noch stundenlang weiterflog, entweder in nordwestlicher oder südwestlicher Richtung. Da Radarsichtungen, bei denen es sich möglicherweise um die vermisste Boeing handeln könnte, auf der nordwestlichen Route in den letzten Tagen allesamt im Sande verlaufen waren, konzentriert sich die Suche nun hauptsächlich auf die südliche Route, die über den Indischen Ozean führt.
Angehörige stürmten Presseraum
Indes ruft die Ungewissheit über das Schicksal des Passagiere bei vielen Angehörigen immer größere Verzweiflung hervor. Am Mittwoch stürmten wütende Angehörige chinesischer Passagiere einen Presseraum der malaysischen Behörden in Kuala Lumpur, wo täglich die Pressekonferenz zu dem Fall stattfindet. Schreiend und weinend enthüllten sie ein Spruchband mit der Forderung "Gebt uns unsere Familien zurück!". Mehr als 150 der 239 Insassen des verschollenen Flugzeugs sind Chinesen.
Die chinesische Regierung erklärte, sie verfolge die Suche nach möglichen Wrackteilen mit "großer Aufmerksamkeit". "Wir bieten Australien unsere Hilfe an", sagte der Sprecher des Außenministeriums, Hong Lei, Donnerstag in Peking.
FBI untersucht Flugsimulator des Piloten
Von dem Flugsimulator, der im Haus des malaysischen Piloten gefunden wurde, wurden nach Angaben der Regierung in Kuala Lumpur Daten gelöscht. Experten versuchen, diese wieder herzustellen. Sowohl im Haus des Flugkapitäns Zaharie Ahmad Shah als auch im Haus von Ko-Pilot Fariq Abdul Hamid hatten Ermittler einen Flugsimulator gefunden. Weil die Kommunikationssysteme an Bord des vermissten Flugzeugs absichtlich abgeschaltet wurden und offenbar auch bewusst die Flugroute geändert wurde, konzentrieren sich die Ermittlungen auf die Piloten (siehe Infobox).
Die malaysische Regierung schaltete die US-Bundespolizei FBI in die Suche nach den Ursachen für das mysteriöse Verschwinden der Boeing 777 ein. Das FBI sei gebeten worden, den Flugsimulator zu untersuchen, der im Haus des malaysischen Piloten gefunden worden sei, teilte ein US-Ermittler am Mittwoch in Washington mit.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.