Erste heiße Spur
Vermisste Boeing änderte laut Militär ihren Kurs
Während am Dienstag zunehmend mehr Klarheit in Zusammenhang mit den beiden "falschen" Passagieren an Bord des Fliegers herrschte (siehe Story in der Infobox), hält das mysteriöse Verschwinden der Boeing die Welt weiter in Atem: Malaysischen Militärkreisen zufolge sei der Jet möglicherweise über die Straße von Malakka geflogen. Radarbilder hätten demnach gezeigt, dass das Flugzeug vor der Küste der malaysischen Stadt Kota Bharu seinen Kurs geändert habe und niedriger geflogen sei.
Die Straße von Malakka, eine viel befahrene Schifffahrtsstraße, liegt westlich von Kuala Lumpur in entgegengesetzter Richtung der Flugroute nach Peking. Die Fluggesellschaft Malaysia Airlines hatte dazu am Samstag erklärt, die Maschine habe zuletzt vor Kota Bharu Kontakt mit der zivilen Luftüberwachung gehabt.
Suchgebiet umfasst über 100.000 Quadratkilometer
Sollte das Flugzeug über der Straße von Malakka auf dem Radar aufgetaucht sein, würde das für die These sprechen, dass die Piloten umgekehrt sind. Bisher konzentrierte sich die Suche nach Trümmern auf die Ostküste Malaysias und das dort beginnende Seegebiet. Der Suchradius wurde zuletzt auf 185 Kilometer ausgeweitet, das Suchgebiet umfasst somit mittlerweile mehr als 100.000 Quadratkilometer. Beteiligt sind Suchmannschaften aus neun Ländern, darunter Malaysia, China, Vietnam und den USA.
China setzt Satelliten ein
Zudem wurden auch zehn chinesische Satelliten neu ausgerichtet, um die Suche nach der verschwundenen Boeing 777 zu unterstützen. Fast zwei Drittel der 227 Passagiere an Bord von Flug MH370 waren Chinesen. Die Satelliten sollten demnach für Navigation und Kommunikation genutzt werden sowie Wetterdaten liefern.
Die Maschine war am Samstag auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking ohne vorherigen Alarm, bei gutem Wetter und mit einem erfahrenen Piloten im Cockpit plötzlich von den Radarschirmen verschwunden. Bislang haben sich alle Hinweise auf einen möglichen Absturzort als falsch erwiesen, mehrere auf dem Wasser treibende Objekte waren letztlich keine Wrackteile.
Menschen rund um den Globus gedenken der Fluggäste
Rund um den Globus gedenken Menschen unterdessen auch am Dienstag der verschollenen Fluggäste (kl. Bilder), deren Angehörige immer noch einen Funken Hoffnung haben, der jedoch mit jeder Stunde zunehmend verblasst. Zugleich wächst die Wut und die Verzweiflung. Viele Menschen fragen sich, wie es sein kann, dass auch an Tag vier nach dem Verschwinden noch kaum konkrete Hinweise zum Schicksal der Malaysia Airlines-Maschine und ihrer Insassen ans Licht gekommen ist.
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