Auftrag im Wahlkampf?

Kärnten will nach Attacke gegen Hacker vorgehen

Österreich
24.11.2025 20:00

Kärntens Landeshauptmann Kaiser (SPÖ) reagierte umgehend auf den „Krone“-Bericht zu drei Festnahmen von Cybersecurity-Experten in den USA, die der Hackergruppe „BlackCat“ zugearbeitet haben sollen. Jene Gruppe, die 2022 auch Kärnten lahmlegte – und laut Kaiser für viel Verunsicherung gesorgt habe. 

Hohe Wellen schlug der „Krone“-Bericht über die Festnahme dreier Cyber-Experten in den USA, die mit der Hackergruppe „BlackCat“ zusammengearbeitet haben. Das Geschäftsmodell sah so aus, dass die aus dem russischen Raum stammenden Haupttäter den Amerikanern Zugang zur Schadsoftware ermöglichten, um dann die Einkünfte aus der Erpressung zu teilen. Es ist dies der erste Fall, in dem ausländische Beitragstäter von „BlackCat“ angeklagt sind.

Die Daten wurden verschlüsselt, Geld soll mit ihnen erpresst werden.
Die Daten wurden verschlüsselt, Geld soll mit ihnen erpresst werden.(Bild: EPA/SASCHA STEINBACH)

Kärnten sollte um Millionenbetrag erpresst werden
Während der Angriff auf das Land Kärnten im Mai 2022 kein Thema in dem Verfahren ist, stellt sich bei uns die Frage, ob es Erkenntnisse zu den Personen gibt, die in die Straftaten verwickelt waren. Für Wochen waren in Kärnten die IT-Services der Landesverwaltung gestört worden. Das Ziel der Täter war es, Kärnten um einen Millionenbetrag zu erpressen.

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Wir haben unsere Systeme umgehend in einen digitalen Hochsicherheitstrakt verwandelt und arbeiten kontinuierlich daran, sie weiter zu verbessern, damit sich so

Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ)

Landeshauptmann Peter Kaiser weiß, der Angriff habe „viele verunsichert“, er war „ein massiver Einschnitt für uns alle.“ Wegen der „Krone“-Infos habe er nun die Landesamtsdirektion und die Staatsanwaltschaft beauftragt, zu prüfen, ob das eingestellte Verfahren wiederaufgenommen werden kann.

War Landtagswahlkampf Grund für Hacker-Angriff? 
„Ja, das ist möglich“, lautet die Einschätzung des „Krone“-Cyberexperten Dr. Cornelius Granig. Die Straftat sei noch nicht verjährt, es sei wichtig, weiter nach den Tätern zu suchen. Die Täter sollten sich nicht in Sicherheit wiegen, es wird weltweit ermittelt. Jemand könnte, so meint Granig, den Angriff auf Kärnten in Wahlkampfzeiten bestellt oder beim Auswerten der Daten geholfen haben, um der Erpressung Nachdruck zu verleihen.

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