Brief an Unternehmen

Zu viele Buben: Mädchen beschwert sich bei Lego

Ausland
05.02.2014 17:46
Eine Siebenjährige hat sich in einem Brief an den dänischen Spielwarenriesen Lego über die Rolle von Mädchen in der Plastik-Welt beschwert. Dies erklärte ein Lego-Sprecher am Mittwoch in Kopenhagen. "Ich mag es nicht, dass es viele Lego-Buben, aber kaum Lego-Mädchen gibt", schrieb die kleine Charlotte aus den USA an den Hersteller.

In einem Geschäft sei ihr aufgefallen, dass die Lego-Mädchen immer nur zu Hause sitzen, an den Strand oder shoppen gehen durften. "Aber die Buben haben Abenteuer erlebt, gearbeitet oder sind mit Haien geschwommen. Ich will, dass ihr mehr Lego-Mädchen schafft und sie Abenteuer erleben und Spaß haben lasst, ok!?!", zitierte der dänische Fernsehsender TV2 aus dem Brief. Die Zeitung "Ekstra Bladet" zeigte auch ein Foto des in krakeliger Kinderschrift verfassten Briefes (Bild).

Lego verspricht mehr Ausgewogenheit
Lego versicherte, auf jede Post von Kunden zu reagieren, verriet aber nicht, wie die Antwort an die Siebenjährige ausgefallen ist. "Lego hat oft eher Buben angesprochen", gab der Sprecher des Unternehmens aus dem dänischen Billund zu. In jüngerer Zeit hätten aber immer mehr Mädchen die Bausteine für sich entdeckt. Lego bemühe sich deshalb, mehr Ausgewogenheit bei den Geschlechterrollen zu schaffen.

"Wir haben uns sehr darauf konzentriert, mehr weibliche Figuren und Themen einzubauen, die Mädchen für das Mitbauen begeistern", so der Sprecher. In einem Lego-Friends-Set etwa übe "Emma" Karate. Auch bei einer Rettungsmission im Dschungel seien Mädchen dabei. Außerdem gebe es zum Beispiel Kämpferinnen, Chirurginnen, Extremsportlerinnen, Wissenschaftlerinnen und weibliche Rockstars als Mini-Figuren.

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