Zwei Jahre vor Vertragsende verlässt Kages-Vorstand Gerhard Stark bereits 2026 seinen Posten – wir haben berichtet. Die Nachfolge an der Spitze des größten Gesundheitsunternehmens der Steiermark steht damit bevor – und zwei erfahrene Mediziner gelten aktuell als aussichtsreichste Kandidaten.
Kages-Vorstand Gerhard Stark macht zwei Jahre vor Vertragsende Schluss – sein Rückzug steht für 2026 fest. Dass sich mögliche Nachfolger längst in Stellung gebracht haben, überrascht wenig.
Lange Zeit war von drei potenziellen Anwärtern die Rede: Wolfgang Köle, ärztlicher Direktor des Grazer Uniklinikums, Erich Schaflinger, Leiter des LKH-Verbundes Hochsteiermark, sowie Peter Krippl, Chef des LKH-Verbundes Feldbach-Fürstenfeld. Nachdem Letzterer kürzlich freiwillig aus dem Rennen ausgeschieden ist, spitzt sich das Match um den Chefposten nun auf einen spannenden Zweikampf zu.
Starkes Nervenkostüm gefragt
Köle, 62, gilt als besonnener Pragmatiker. Einst exzellenter HNO-Chirurg, heute Führungskraft mit Sinn für Teamarbeit. In der Kages genießt er hohes Ansehen, gilt als verbindlich, ruhig und lösungsorientiert.
Schaflinger, 66, präsentiert sich stets als bodenständiger Allrounder: politisch nicht festzunageln, durchsetzungsstark. Er mag klare Ansagen und braucht Spielraum für eigenständiges Agieren – in der Rolle als reiner Befehlsempfänger würde er sich wohl nicht wohlfühlen.
Ausschreibung noch offen
Beide Ärzte bringen zweifellos Erfahrung und Führungsstärke mit. Gefragt sein werden aber vor allem gute Nerven: Die Kages – mit rund 19.000 Beschäftigten das größte Unternehmen des Landes und seit jeher politisches Spiel- und Minenfeld – steckt seit Jahren tief in der Krise, enormer Schuldenberg inklusive.
In den nächsten Wochen muss der Aufsichtsrat nun entscheiden, ob der Vorstandsposten interimistisch bis 2028 besetzt wird – oder ob man gleich neu ausschreibt. Es bleibt spannend.
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